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Windows Live® Suchergebnisse KnochenfischeEnzyklopädieartikel
Knochenfische, artenreichste Gruppe der Wirbeltiere. Das Skelett der Knochenfische ist im Gegensatz zu dem der Knorpelfische ganz oder teilweise verknöchert. Bereits im Devon trat diese Fischgruppe sehr artenreich auf, fast alle heutigen Fischarten gehören dieser Gruppe an. Insgesamt gibt es etwa 30 000 Arten von Knochenfischen. Der Schädelbau der Knochenfische ist komplex und teilweise dem Schädel vierfüßiger Wirbeltiere homolog. Das Wirbelsäulenende, Urostyl genannt, ist nach oben gebogen, die daran ansetzende Schwanzflosse äußerlich symmetrisch. Die Körperoberfläche ist dachziegelartig von Rund- oder Kammschuppen bedeckt. Knochenfische besitzen außer der Lunge eine Schwimmblase, die mit der Lunge über den Blutkreislauf in Verbindung steht und als hydrostatisches Organ fungiert. Die von Kiemenblättchen besetzten Kiemenbögen bilden Spalten und werden von Kiemendeckeln geschützt. Die erste Kiemenspalte (Spiraculum) ist klein und meist verschlossen. Diese Atmungsorgane können bei sauerstoffarmen Gewässern oder zeitweise das Land bewohnenden Arten abgewandelt sein. So tragen beispielsweise die Labyrinthfische unter den Kiemendeckeln ein zusätzliches Luftatmungsorgan. Bei manchen Arten ist auch eine Darm- oder Hautatmung möglich. Die meisten Knochenfische legen Eier, die äußerlich befruchtet werden. Es kommen aber auch Ovoviviparie und Viviparie vor. Systematische Einordnung: Knochenfische werden als Klasse Osteichthyes des Unterstammes Vertebrata eingeordnet. Sie setzen sich aus der Unterklasse Sarcopterygii (Fleischflosser mit den Quastenflossern) und der Unterklasse Actinopterygii (Strahlenflosser) zusammen. Die Knochenfische bilden allerdings keine monophyletische Gruppe (keine stammesgeschichtliche Einheit), da die Sarcopterygii den Vierfüßern näher stehen als den Actinopterygii.
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