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Konkurrenzausschlussprinzip

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Konkurrenzausschlussprinzip, Gause-Volterra-Gesetz, ökologisches Prinzip, nach dem zwei Arten, die gleiche Lebensansprüche haben und daher um dieselbe Ressource konkurrieren, nicht im selben Lebensraum koexistieren können. Bereits Charles Darwin sah die wichtigste Wirkung der Konkurrenz in dem Verdrängen einer Spezies, wenn sich eine mit ihr konkurrierende Art als konkurrenzstärker erweist. 1928 bis 1934 wiesen Volterra und Gause diesen Zusammenhang anhand mathematisch-theoretischer Modelle und mit Laborexperimenten nach.

Das Konkurrenzausschlussprinzip führt dazu, dass eine ökologische Nische in einem Lebensraum nur von einer Art besetzt wird. Verdrängte Arten sterben entweder aus oder passen sich an neue Gegebenheiten an und bilden damit eine neue Nische. Dies führt in der Evolution zur Entstehung neuer Arten. Bei Einfuhr und Verschleppen von Organismen (Faunenverfälschung) kann die geographische Trennung von Arten mit gleichen Lebensansprüchen überwunden werden. Das führt über kurz oder lang zum Verdrängen der einheimischen Art in dem Raum, wo sich die eingeführte Art etablieren konnte. So hat das amerikanische Grauhörnchen in weiten Teilen Großbritanniens das dort heimische Eichhörnchen verdrängt.

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