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Korruption

Enzyklopädieartikel

Korruption, Handlungsweise, die unter Missachtung von Gesetzen und auf Kosten der Allgemeinheit zu individueller Bereicherung oder Vorteilsnahme führt. Korruption geschieht heimlich und freiwillig und unter Beteiligung zweier Parteien: einer bestechenden und einer bestochenen. Bestechlichkeit, passive Bestechung, liegt vor, wenn eine Person, die eine Vertrauens- oder Machtposition innehat, diese Position manipulativ zugunsten einer aktiv bestechenden Person oder Partei missbraucht. Korruption wird meist dann zum öffentlich diskutierten Thema, wenn Staatsbeamte durch Vertreter der Wirtschaft oder des organisierten Verbrechens „geschmiert” werden.

Aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht lässt sich belegen, dass Korruption verstärkt in schlecht funktionierenden Mangelwirtschaften auftritt. In diesen Gesellschaften kann die Korruption unter Umständen zu sozial erwünschten Folgen führen, indem die Verteilung von und die Versorgung mit Gütern zwar gesetzwidrig, aber doch im allgemeinem Interesse erfolgt.

In der Diskussion darüber, wie Korruption verhindert werden könne, wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Korruption sich nur sehr bedingt durch härtere Strafen verhindern lässt. Die beste Prävention besteht darin, ethische Grundwerte innerhalb der Bevölkerung und damit auch im Kreis der potentiell bestechlichen Bürger zu etablieren. Daneben gilt das Prinzip der Pressefreiheit und des entlarvenden Journalismus als beste Präventionsmaßnahme.

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