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  • Sophie von La Roche – Wikipedia

    Marie Sophie von La Roche geb. Gutermann von Gutershofen (* 6. Dezember 1730 in Kaufbeuren, † 18. Februar 1807 in Offenbach am Main) war eine deutsche Schriftstellerin.

  • Sophie von La Roche – Wikisource

    Erich Schmidt: La Roche, Marie Sophie von in Allgemeine Deutsche Biographie Band 17, Seiten 717-721; Ludmilla Assing: Sophie von La Roche, die Freundin Wieland’s., Berlin 1859 Google

  • La Roche, Sophie von - SWR Fernsehen | SWR.de

    Deutschlands erste Auflagen-Königin ... Schriftstellerin Sophie von La Roche, geb. Marie Sophie Gutermann von Gutershofen (57.)

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Marie Sophie von La Roche

Enzyklopädieartikel

Marie Sophie von La Roche, geborene Gutermann von Gutershofen, (1730-1807), Schriftstellerin. Sie war eine der angesehensten Schriftstellerinnen und gebildetsten Frauen im Deutschland des 18. Jahrhunderts. Zudem war sie die Großmutter der Romantiker Clemens Brentano und Bettina von Arnim.

La Roche wurde am 6. Dezember 1730 in Kaufbeuren geboren; sie war Tochter eines Arztes, verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Augsburg und in Biberach im Haus ihres Vetters Christoph Martin Wieland, mit dem sie von 1750 bis 1753 verlobt war. Ende 1753 heiratete sie den kurmainzischen Rat und Sekretär des Grafen Stadion Georg Michael Frank La Roche. Bis 1762 lebten die La Roches vor allem am Mainzer Hof, danach auf Gütern in Bönningheim und Warthausen; in diesen Jahren brachte Sophie acht Kinder zur Welt und kam ihren offiziellen Pflichten als gebildete Dame der Gesellschaft nach. 1771 ging ihr Mann als Geheimer Konferenzrat des Kurfürsten von Trier nach Ehrenbreitstein bei Koblenz; hier führte sie einen literarischen Salon, zu dessen Gästen u. a. Johann Bernhard Basedow, Johann Jakob Wilhelm Heinse, Friedrich Heinrich Jacobi, Johann Kaspar Lavater und Johann Wolfgang von Goethe zählten. Zu diesem Zeitpunkt war sie als Verfasserin des an Jean-Jacques Rousseau und Samuel Richardson orientierten empfindsam-didaktischen Briefromans Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim, der 1771, von Wieland herausgegeben, anonym erschien, bereits eine Berühmtheit.

Nach der Amtsenthebung ihres Gatten übersiedelte die Familie 1780 nach Speyer; hier brachte Sophie La Roche 1783/84 mit Pomona. Für Teutschlands Töchter (Neudruck 1987) die erste von einer Frau herausgegebene, überregional verbreitete Frauenzeitschrift Deutschlands heraus; sie erschien monatlich und verfolgte das aufgeklärt-empfindsame weibliche Erziehungsprogramm. In der Folge unternahm La Roche – auch hierin eine Pionierin – mehrere ausgedehnte Reisen, worüber sie voluminöse Reisetagebücher publizierte; hierzu gehören Tagebuch einer Reise durch die Schweitz (1787), Journal einer Reise durch Frankreich (1787) sowie Tagebuch einer Reise durch Holland und England (1788). Die letzten beiden Jahrzehnte ihres Lebens verbrachte La Roche in Offenbach am Main, wo sie am 18. Dezember 1807 verstarb. Zuvor hatte sie noch ihre Lebenserinnerungen Melusinens Sommerabende (1806) publizieren können.

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