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Windows Live® Suchergebnisse LandpflanzenEnzyklopädieartikel
Landpflanzen, Moos-, Farn- und Samenpflanzen, deren Anpassungen ein Leben an Land ermöglichen. Pflanzen konnten das Land erst erobern, nachdem sich im Ordovizium oberhalb der Troposphäre ein Ozonschild gebildet hatte: Das Ozon absorbiert den Großteil der schädlichen UV-Strahlung, die anderenfalls die Erdoberfläche erreichte. Wasserpflanzen konnten sich auch ohne Ozonschicht entwickeln, denn die UV-Strahlung wird rasch vom Wasser gestreut und dringt nicht tief ein. Darüber hinaus haben Landpflanzen UV-Schutzpigmente in ihren Blättern. Auch Tiere konnten das Festland erst nach der Ausbildung der Ozonschicht besiedeln. Die ersten Landpflanzen waren wahrscheinlich Lebermoose, die aus Grünalgen hervorgegangen waren. Moose zeigen noch eine direkte Abhängigkeit vom Wasser; sie wachsen fast nur an feuchten Standorten, und ihre Fortpflanzung ist an flüssiges (also nicht nur gasförmiges) Wasser gebunden. Sie nehmen Wasser über ihre Blättchen und die wurzelähnlichen Rhizoide auf, besitzen jedoch keine Leitungssysteme. Farne, die den nächsten Schritt der Evolution von Landpflanzen repräsentieren, verfügen dagegen über Wasserleitelemente. Sie haben echte Wurzeln, einen Spross sowie Blätter, die durch eine Cuticula (wasserundurchlässige Schicht) vor dem Austrocknen geschützt sind. Farne sind bereits in der Lage, den Festigungsstoff Lignin zu bilden, so dass beispielsweise Baumfarne Höhen von fast 20 Metern erreichen können. Trotzdem ist auch die geschlechtliche Fortpflanzung der Baumfarne noch an Wasser gebunden, da ihre begeißelten, männlichen Spermatozoiden (Keimzellen) nur im Wassertropfen schwimmend die weibliche Eizelle erreichen können. Den letzten Anpassungsschritt vollzogen dann die Samenpflanzen, deren Fortpflanzung mit der Übertragung der Pollen durch Wind oder Insekten vom Wasser unabhängig wurde. Ihre Samen sind durch eine Samenschale entweder vor Wasserverlust geschützt oder können austrocknen und in einen Ruhezustand übergehen.
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