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Windows Live® Suchergebnisse Claude-Nicolas LedouxEnzyklopädieartikel
Claude-Nicolas Ledoux (1736-1806), französischer Architekt. Ledoux war neben Étienne-Louis Boullée der wichtigste Vertreter einer utopisch-visionären und monumental-geometrischen, die Ideale des Rationalismus und der Aufklärung verherrlichenden Architektur, der so genannten Revolutionsarchitektur. Im Unterschied zu Boullée konnte aber Ledoux zahlreiche Entwürfe verwirklichen. Claude-Nicolas Ledoux wurde 1736 in Dormans/Marne geboren. Zu seinen frühen Werken gehören zahlreiche, heute meist nicht mehr erhaltene Schlösser, Stadtpaläste („Hôtels”) und Adelssitze, u. a. für Madame Du Barry. 1773 wurde Ledoux in die Akademie aufgenommen und damit Hofarchitekt. Um 1775 entwickelte er einen an einfachen geometrischen Formen orientierten, schmucklosen Klassizismus. Zu den Hauptwerken dieser Periode zählen das Theater in Besançon und die Salinen von Chaux bei Arc-et-Senans. Seine Entwürfe für eine Idealstadt Chaux gelten als Musterbeispiele der Revolutionsarchitektur: Die Gebäude sollten in Form riesiger geometrischer Körper wie einer Kugel oder eines liegenden Zylinders errichtet werden. Die Entwürfe waren utopisch und aufgrund der vorgesehenen Monumentalität unausführbar. Die Revolutionsjahre verbrachte Ledoux in Haft. In seinen letzten Lebensjahren formulierte er seine frühen Entwürfe im Sinne seiner späteren aufklärerischen Ideale um. Ledoux starb am 19. November 1806 in Paris.
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