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Lehmarchitektur

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Dar al Hamd in SanaDar al Hamd in Sana

Lehmarchitektur, nahezu weltweit verbreitete traditionelle Bauweise unter Verwendung von gestampftem oder getrocknetem Lehm. Die Lehmbauweise war bereits den frühgeschichtlichen Kulturen Vorderasiens (Çatal Hüyük) und Mesopotamiens bekannt. Heute ist sie in Afrika, im Nahen und im Fernen Osten sowie in Mittelamerika verbreitet. Man schätzt, dass mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung in Lehmbauten lebt. Da sich der Lehm unter Wassereinwirkung wieder auflöst, eignen sich Lehmbauten nur für niederschlagsarme Gebiete; sie müssen außerdem ständig instand gehalten werden.

Es gibt grundsätzlich zwei Lehmbauweisen: die Adobe-Technik, bei der Lehmziegel an der Luft getrocknet werden, und die Pisé-Technik, bei der für eine Wand der Lehm zwischen Schalbrettern gestampft wird. Aus Lehm werden neben Wohnhäusern auch Paläste, Festungen, Moscheen etc. gebaut. Als besonders eindrucksvoll gelten die (vom Verfall bedrohten) Lehmhochhäuser der Stadt Sana (Republik Jemen).

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