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Leuchtorganismen

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LaternenfischLaternenfisch

Leuchtorganismen, Lebewesen, welche die Fähigkeit besitzen, Licht zu erzeugen. Innerhalb aller Taxa der Organismenreiche, einschließlich der Bakterien, gibt es einzelne Arten, die zur Erzeugung kalten Lichtes auf chemischen Wege befähigt sind. Diese Biolumineszenz genannte Erscheinung beruht meist auf der oxidativen Umsetzung eines Luciferins durch eine Luciferase. Diese Enzyme können bei den verschiedenen Organismen chemisch sehr unterschiedlich sein. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Fähigkeit zur Biolumineszenz circa 30-mal unabhängig voneinander entstanden ist. Sie ist entweder in einzelnen Zellen, leuchtende Sekrete abgebenden Drüsen oder speziellen Leuchtorganen angesiedelt.

Leuchtorgane können aus gruppenweise angeordneten Leuchtzellen, bis hin zu augenähnlichen Gebilden bestehen, deren Linsensysteme der Bündelung oder Färbung des Lichtes dienen. Licht kann entweder selbst oder durch symbiotische Leuchtbakterien erzeugt werden. Weit verbreitet sind Leuchtorganismen im Meer, wo beispielsweise 40 Prozent der Kopffüßer zur Biolumineszenz befähigt sind. Das Meeresleuchten wird durch verschiedene Planktonorganismen und Algen (vor allem Vertreter der Dinoflagellaten, insbesondere Nocticula miliaris) verursacht.

Die Bedeutung des Leuchtens für die Organismen kann sehr unterschiedlich sein. Es kann dem Beutefang, der innerartlichen Kommunikation und der Feindabwehr dienen. Bei dem Korallenfisch Photoblepharon palpebratus des Roten Meeres dienen die großen, unter den Augen angesiedelten Leuchtorgane auch als Scheinwerfer. Viele Bewohner der Tiefsee haben an ihrer Bauchseite Leuchtorgane. Diese dienen, analog der Gegenschattierung, zur Kontrastverminderung gegenüber der helleren Wasseroberfläche bei Sicht von unten. An Land besitzen vor allem Käfer Leuchtvermögen (siehe Leuchtkäfer).

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