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Windows Live® Suchergebnisse Bela LugosiEnzyklopädieartikel
Bela Lugosi, eigentlich Béla Ferenc Dezsö Blasko, (1882-1956), amerikanischer Schauspieler ungarischer Herkunft, neben Boris Karloff der bekannteste Darsteller in amerikanischen Horrorfilmen der dreißiger und vierziger Jahre. Lugosi wurde am 20. Oktober 1882 als Sohn eines Bäckers in Lugos (Ungarn) geboren. Er arbeitete zunächst als Bergarbeiter, dann als Mitglied einer Wanderbühne. Seine schauspielerische Karriere begann 1902 in Deva; über mehrere Stationen gelangte er an das Nationaltheater in Budapest. Weil er sich für die ungarische Räterepublik einsetzte, musste er 1919 Budapest verlassen und kam über Wien nach Berlin. 1919 und 1920 arbeitete er als Schauspieler unter Friedrich Wilhelm Murnau, Wolfgang Neff und Richard Eichberg und in den Karl-May-Verfilmungen Die Todeskarawane und Die Teufelsanbeter von Marie Luise Droop. 1921 ging er nach New York, wo er 1927 am Broadway die Rolle des Grafen Dracula übernahm (nach Bram Stoker), mit der er künftig weitgehend identifiziert wurde. Den blutrünstigen Vampir verkörperte Lugosi auch in Tod Brownings Filmversion Dracula (1930/31). Der Part des Blutsaugers war ihm wie auf den Leib geschneidert und legte ihn in der Folge auf Rollen in Horrorfilmen fest. Eine der wenigen Ausnahmen ist sein Auftritt als Kommissar in Ernst Lubitschs Komödie Ninotchka (1939; Ninotschka) zusammen mit Greta Garbo. Sein letzter Film war Plan 9 From Outer Space (1956; Regie Ed Wood). Morphiumsüchtig und verarmt starb Bela Lugosi am 16. August 1956 in Hollywood. Weitere Filme sind Veiled Women (1929), Viennese Nights (1930), The Black Camel (1931; Charlie Chan: Der Tod ist ein schwarzes Kamel), The Black Cat (1934), Mark of the Vampire (1935; Das Zeichen des Vampirs), The Raven (1935; Der Rabe, nach dem Gedicht von Edgar Allan Poe), The Wolf Man (1941; Der Wolfsmensch), The Ghost of Frankenstein (1942) und Abbott and Costello meet Frankenstein (1948; Mein Gott, Frankenstein).
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