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Windows Live® Suchergebnisse MardoniosEnzyklopädieartikel
Mardonios (gestorben 479 v. Chr.), persicher Feldherr während der Perserkriege. Mardonios war zugleich Neffe, Schwager und Schwiegersohn des Perserkönigs Dareios I. 492 v. Chr. zog er an der Spitze einer persischen Streitmacht über Ionien, wo er die von Persien abgefallenen Tyrannen durch vorgeblich demokratische Staatsordnungen ersetzte, und den Hellespont nach Thrakien und weiter entlang der Nordküste der Ägäis. Dabei erlitt seine Flotte bei der Umschiffung der Athos-Halbinsel durch einen Sturm allerdings schwere Verluste, sein Landheer wurde von den Thrakern in Bedrängnis gebracht, so dass er – nicht ohne die persische Oberhoheit über Thrakien wieder hergestellt zu haben – nach Persien zurückkehren musste. Ungewiss bleibt, ob Mardonios bei diesem ersten Perserzug bereits Athen und Eretria, die den Ionischen Aufstand gegen Persien unterstützt hatten, zum Ziel hatte. Unbestritten dagegen ist, dass, wie schon Herodot bemerkte, Xerxes in der Anlage seines großen Perserzuges von 480 v. Chr. nach Hellas – mit Flotte und Landheer entlang der Ägäisküste – dem Vorbild des Mardonios-Zuges folgte. Mardonios selbst befehligte während des Xerxes-Zuges das Landheer. Nach dem Sieg der Griechen in der Schlacht bei Salamis im September 480 v. Chr. und dem Rückzug der persischen Flotte unter Xerxes Richtung Kleinasien blieb Mardonios als Befehlshaber des persischen Landheeres in Griechenland. Während er mit seinen Truppen in Thessalien überwinterte, verhandelte er mit Athen, um die Stadt aus dem griechischen Bündnis herauszulösen; die Verhandlungen blieben jedoch erfolglos. Im Frühjahr 479 v. Chr. fiel er in Attika ein, eroberte Athen und zog sich dann angesichts des Herannahens der Spartaner nach Böotien zurück. Bei Platää erwartete er die vereinigten Griechen unter Pausanias; die Griechen errangen einen deutlichen Sieg, Mardonios selbst fiel in der Schlacht. Nach dieser Niederlage zogen die Perser aus Griechenland ab.
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