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Windows Live® Suchergebnisse MarkierverhaltenEnzyklopädieartikel
Markierverhalten, Kennzeichnung von Reviergrenzen durch revierbildende Tiere als Teil des Territorialverhaltens. Hierbei wird zwischen olfaktorischem Markieren (Markieren durch Duftmarken) sowie optischem oder akustischem Markieren unterschieden. Häufig wird mit Markierverhalten nur das vor allem bei Säugetieren übliche Markieren durch Duftmarken bezeichnet. Dies kann durch Absetzen von Kot (Füchse, Nashörner, Antilopen), Harn (Halbaffen, Hunde, Katzen) und Duftsekreten aus bestimmten Drüsen (Marder, Murmeltiere, Bären) vorgenommen werden. Beispielsweise hinterlassen Bären beim Scheuern an Bäumen Duftsekrete, die von der Haut abgesondert werden, und zusätzlich Krallenspuren als optische Marken, die durch das Abwetzen der Krallen entstehen. Duftmarken können auch von manchen Insekten verwendet werden. Ameisen markieren so die von ihnen abgelaufenen Wege zum Wiederfinden von Futterquellen und des Nestes. Beim optischen Markieren werden durch den Gesichtssinn wahrnehmbare Marken verwendet. Dies können Spuren, aber auch der Revierinhaber selbst sein. Viele Vögel wie Lerchen, Pieper und Schnepfen führen auffällige Balzflüge durch. Männliche Libellen patrouillieren ihre Territoriumsgrenzen ab und markieren sie auf diese Weise. Unterstützt werden sie dabei von ihrer teilweise sehr auffälligen Färbung. Akustisches Markieren kommt vor allem bei Vögeln vor. Hier werden Reviere durch bestimmte Gesänge abgegrenzt. Akustisch markierende Säugetiere sind beispielsweise Brüllaffen, die durch Gesang ihr Gruppenrevier kennzeichnen. Die Gesänge der Vögel dienen neben der Abgrenzung des Reviers zur Balz und damit zur Anlockung der Weibchen. Das gilt in besonderem Maße auch für die Gesänge von Froschlurchen und Insekten, bei denen keine Reviergrenzen verteidigt werden.
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