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Massenwechsel

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Massenwechsel, in der Demökologie mehr oder weniger regelmäßige, gravierende Schwankungen der Individuenzahl einer Population. In der Regel wird die Dichte einer Population von der Kapazität oder Tragfähigkeit des Lebensraumes begrenzt. Dabei kommt es zu regelmäßigen Schwankungen der Populationsdichte (Oszillationen), die auf jahreszeitlichen Unterschieden in der Tragfähigkeit des Lebensraumes und Räuber-Beute-Beziehungen (siehe Ökologie) beruhen können. Dazu zählen auch Bestandsschwankungen durch Fortpflanzungszyklen wie bei Insekten oder Zu- und Abwanderungen wie bei Zugvögeln.

Der Begriff Massenwechsel wird meist auf die unregelmäßigen Dichteänderungen innerhalb einer Population angewendet, die so genannten Fluktuationen. Unter diese fallen Ereignisse wie Massenvermehrung (Gradation) und das Aussterben (Extinktion), aber auch regelmäßige starke Schwankungen. Diese Erscheinungen sind oft mit räumlichen Gegebenheiten, wie dem Klima, der Vegetation, Geländeform und Boden und deren Änderungen korreliert. So kann durch die Zufuhr einer bis dahin fehlenden Nahrungspflanze ein bisher suboptimales Biotop zu einem optimalen werden und zur Neubesiedlung und sehr starken Vermehrung einer Art führen.

Die Erforschung der Ursachen von Massenvermehrungen potentiell schädlicher Insekten spielt in den Forst- und Agrarwissenschaften eine besondere Rolle. Theorien zur Entstehung von Massenwechseln versuchen diese meist auf einzelne Faktoren wie Nahrungsangebot, abiotische Faktoren und Feindwirkung zurückzuführen, stellen aber wahrscheinlich eine Vereinfachung dar. Vermutlich gibt es einen für den Massenwechsel wirksamen Komplex aus abiotischen und biotischen Faktoren.

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