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    Meeresschildkröten leben in tropischen und subtropischen Meeren. An deren Stränden legen sie ihre Eier ab, wo sie durch die Wärme der Sonne ausgebrütet ... ...

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Meeresschildkröten

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Unechte KarettschildkröteUnechte Karettschildkröte

Meeresschildkröten, Familie ausschließlich marin lebender Schildkröten mit vier Arten.

Meeresschildkröten besiedeln tropische und subtropische Meere, sie suchen nur zur Eiablage das Land auf. Sie haben einen flachen, herzförmigen Rückenpanzer, der vorn rundlich und nach hinten zugespitzt ist. Dieser ist aus Knochenplatten und Hornschildern aufgebaut. Nur der Kopf kann unter diesen Panzer zurückgezogen werden (Unterordnung der Halsberger-Schildkröten). Die Augen sind auffällig groß und stark vorgewölbt, die Nasenlöcher sehr klein. Die zu flachen Ruderflossen umgebildeten Beine dienen der schwimmenden Fortbewegung, wobei die hinteren, kürzeren Flossenbeine als Steuer eingesetzt werden.

Meeresschildkröten sind ausgezeichnete Taucher und Schwimmer und oft weit entfernt von Küsten auf hoher See anzutreffen. Nur die über einen Meter große Suppenschildkröte ernährt sich von Seetang. Die anderen Arten leben räuberisch oder von Aas. Die Unechte Karettschildkröte erreicht eine Panzerlänge von einem Meter; die Bastardschildkröte wird 75 Zentimeter groß und ist damit die kleinste Art; die Echte Karettschildkröte erreicht 90 Zentimeter. 1997 gelang im östlichen Brasilien in 110 Millionen Jahre alten Sedimenten der Fund einer fossilen Meeresschildkröte; diese Artengruppe ist somit zehn Millionen Jahre älter als bislang angenommen. Die Lederschildkröte ist der einzige Vertreter einer weiteren Familie meeresbewohnender Schildkröten.

Die Auswertung mehrerer Studien, bei denen insgesamt 50 Meeresschildkröten (Unechte Karettschildkröten, Lederschildkröten, Suppenschildkröten) mit Sendern ausgestattet und durchschnittlich jeweils rund 120 Tage beobachtet worden waren, ergab, dass sechs dieser Tiere der Fischerei zum Opfer gefallen waren. Hochgerechnet auf ein Jahr entspricht dies einer zusätzlichen Mortalitätsrate von etwa einem Drittel, die mittelfristig voraussichtlich zur Ausrottung mancher Populationen führen wird (Marine Ecology Progress Series, 2003). Meeresschildkröten sind nicht nur aufgrund der direkten Verfolgung (zur Gewinnung von Schildpatt, Fleisch, Knorpel oder Eiern) durch den Menschen bedroht, viele der Reptilien gehen zudem als Beifänge in Fischernetzen zugrunde. Ein weiteres gravierendes Problem ist die zunehmende, oft durch Tourismus geförderte Bebauung an Eiablageplätzen. Zudem besteht eine Gefährdung durch künstliche Beleuchtung an Stränden: So finden frisch geschlüpfte Schildkröten aufgrund der intensiven nächtlichen „Lichtverseuchung” an Stränden in Florida häufig nicht mehr den Weg ins Meer (Biologist, 2003).

Systematische Einordnung: Meeresschildkröten bilden die Familie Cheloniidae der Unterordnung Cryptodira. Die Suppenschildkröte heißt zoologisch Chelonia mydas, die Unechte Karettschildkröte heißt Caretta caretta, die Bastardschildkröte Lepidochelys olivacea und die Echte Karettschildkröte Eretmochelys imbricata.

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