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    Mercosur ist die abgekürzte Bezeichnung für den Gemeinsamen Markt Südamerikas. Die spanische Bedeutung für die Abkürzung ist Mercado Común del Sur (Gemeinsamer Markt des ...

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Mercosur

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Mitgliedsstaaten des MercosurMitgliedsstaaten des Mercosur

Mercosur (spanisch Mercado Común del Sur, Gemeinsamer Markt des Südens), Wirtschaftsorganisation in Südamerika, am 26. März 1991 durch den Vertrag von Asunción von Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay gegründet und am 1. Januar 1995 in Kraft getreten. Der Mercosur ist nach der NAFTA der ökonomisch bedeutendste Handelsblock Amerikas.

Vollmitglieder des Mercosur sind die Gründungsmitglieder Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay sowie seit 2005 auch Venezuela. Assoziierte Mitglieder sind Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien und Peru; enge Beziehungen bestehen auch zu Mexiko.

Im Vertrag von Asunción vereinbarten die vier Mercosur-Gründerstaaten die Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes in drei Schritten: Nach Verwirklichung des Freihandels zwischen den Mitgliedsländern sollte in einem zweiten Schritt eine Zollunion verwirklicht werden, und schließlich sollten weitere Maßnahmen zur Harmonisierung der nationalen Wirtschaftspolitiken ergriffen und ein gemeinsamer Markt mit freier Mobilität der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital nach dem Vorbild der Europäischen Union etabliert werden. Während die Liberalisierung des internen Warenhandels zügig und umfassend vollzogen wurde, setzte man die Zollunion erst zum 1. Januar 2000 um, jedoch noch nicht vollständig, da sich die Mitgliedsländer für die Zucker- und die Automobilindustrie nicht auf einheitliche Regelungen einigen konnten.

Zwischen 1991 und 2000 hat sich das Außenhandelsvolumen der Mitglieder auf rund 175 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt, was sich zumindest teilweise auf die Liberalisierungs- und Harmonisierungsbemühungen zurückführen lässt. In den ersten Jahren wurde der Mercosur als vorbildliches Integrationsprojekt gewertet, doch spätestens ab 1999, als die dominierende Volkswirtschaft Brasilien durch die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise (siehe Asienkrise) in Mitleidenschaft gezogen wurde, war ein Stocken des Integrationsprozesses zu beobachten. Dieser wurde durch die anhaltende Rezession in Argentinien weiter gebremst, was auch verzögernde Auswirkungen auf die Verwirklichung eines gemeinsamen Marktes hatte.

Die wichtigsten Organe des Mercosur sind der Rat des Gemeinsamen Marktes, der sich aus den Außen- und Wirtschaftsministern der Mitgliedsstaaten zusammensetzt und alle Entscheidungen im Hinblick auf den Integrationsprozess trifft, die Gruppe Gemeinsamer Markt, die das Exekutivorgan darstellt, sowie die ihr unterstehende Handelskommission, die die wirtschaftspolitischen Aktivitäten der Mitgliedsländer überwacht. Sitz der Organisation ist Montevideo (Uruguay).

Im Dezember 2004 gründeten die zwölf südamerikanischen Staaten, darunter die Mitglieder des Mercosur, die Südamerikanische Staatengemeinschaft. Diese am Vorbild der Europäischen Union orientierte Organisation soll die beiden südamerikanischen Wirtschaftsorganisationen Mercosur und Andengemeinschaft verschmelzen und am Ende ablösen.

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