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  • Meroe – Wikipedia

    Meroe (Aussprache: [meˈroːə]; griechisch: Μερόη; demotisch: Mrwe; in ägyptischen Hieroglyphen: Mrw und auch Brw; meroitisch: Medewi; koptisch

  • Königreich Meroe

    Königreich von Meroe 310 v. Chr. - 350 n. Chr. - Die Hauptstadt der Kuschiten wurde von Napata nach Meroe verlegt. Napata blieb weiterhin das ...

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Meroë

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Pyramiden von MeroëPyramiden von Meroë

Meroë, Hauptstadt des meroitischen Königreiches (etwa 600 v. Chr. bis 400 n. Chr.) am oberen Nil, circa 190 Kilometer nordöstlich von Khartum (Sudan).

Das Königreich Meroë im Sudan entstand im 7. Jahrhundert v. Chr. aus der Herrschaft der Könige von Napata über das Land Kusch. Unter König Ergamenes I. (295-275 v. Chr.) endete diese erste, die napatäische Periode, indem die Hauptstadt nach Meroë verlegt wurde und Napata nur mehr religiöses Zentrum des Reiches blieb. Die ökonomische Grundlage des meroitischen Reiches waren die Landwirtschaft am Nil und eine umfangreiche Eisenverhüttung, die weitläufige Handelsbeziehungen ermöglichte. Meroë vermittelte den Handel zwischen Afrika, Arabien, Ägypten und dem Mittelmeergebiet und war neben Karthago maßgeblich für die Verbreitung der Eisenverarbeitung in Afrika.

Die meroitische Kultur war stark von ägyptischen Einflüssen geprägt, die sich vor allem in der Verehrung der ägyptischen Götter zeigen, aber auch in den meroitischen Pyramiden aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. sichtbar werden. Zudem wurden die offiziellen Dokumente und Inschriften bis um 200 v. Chr. in ägyptischen Hieroglyphen aufgezeichnet, bevor unter Ergamenes II. ein eigenes meroitisches Schriftsystem in Anlehnung an die Hieroglyphen und das Demotische entwickelt wurde. Obwohl Meroë auch während der Ptolemäerzeit und nach der Machtübernahme der Römer in Ägypten (30 v. Chr.) intensive Beziehungen zu dem nördlichen Nachbarn pflegte, kam es vermehrt zu Kämpfen und zeitweiligen Besetzungen Meroës. Im 4. Jahrhundert n. Chr. leitete das Erstarken der Noba am Blauen Nil den Niedergang des Reiches ein, das letztendlich durch christianisierte Königreiche (Nobaden, Makuria, Aloa) ersetzt wurde.

In der ehemaligen Hauptstadt Meroë wurden durch die Ausgrabungen von 1909 bis 1914 und von 1961 bis 1971 ein großer Palastkomplex und Tempel für Amun, Isis und Apiremat sowie eine mutmaßliche Wasserversorgungs- oder Bäderanlage freigelegt. Zudem fanden sich Handelszentren, Reste von Eisenschmelzöfen und mehrere Friedhöfe.

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