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Oskar Eduard Meßter

Enzyklopädieartikel

Oskar Eduard Meßter (1866-1943), deutscher Kinotechniker, neben den Gebrüdern Skladanowsky der bedeutendste deutsche Filmpionier. Meßter wurde am 21. November 1866 in Berlin geboren und arbeitete zunächst in der Fabrik für optische Instrumente seines Vaters. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts entwickelte er wie die Gebrüder Lumière in Frankreich Filmapparate. 1896 erfand Meßter den ersten Filmprojektor mit Malteserkreuz, der entscheidenden technischen Komponente, die für den Transport des Filmes im Projektor sorgt (siehe auch Filmtechnik). Im gleichen Jahr gründete Meßter eine Filmproduktionsgesellschaft und das erste Kunstlichtatelier. Neben der Herstellung von Filmprojektoren brachte er ab 1897 auch selbst gedrehte und produzierte Filme auf den Markt. Anfänglich filmte Meßter ausschließlich Straßenszenen aus Berlin.

1903 stellte er die so genannten „Tonbilder” vor, indem er Schallplattenaufnahmen mit Film kombinierte. Im kleinen Kreise führte Meßter seine ersten Spielfilme vor, zumeist Burlesken wie z. B. Frisch gestrichen und Die gemütliche Kaffeetafel. Dem bis dato unbedeutenden deutschen Spielfilm verhalf er 1910 mit Das Liebesglück einer Blinden (mit Henny Porten) zu einem großen Erfolg. Auch für die ersten deutschen Wochenschauen (1914), Meßter Woche genannt, war Oskar Eduard Meßter verantwortlich. Zu den von ihm für den Film entdeckten Stars bzw. Regisseuren gehörten u. a. Henny Porten, Lil Dagover, Adele Sandrock, Emil Jannings, Harry Piel, Conrad Veidt, Carl Froelich und Reinhold Schünzel. Die 1913 gegründete Meßter-Film GmbH wurde 1917 von der neu gegründeten Produktionsgesellschaft Ufa übernommen. Seine Erinnerungen schrieb er 1936 in dem Buch Mein Weg mit dem Film nieder. Oskar Eduard Meßter starb am 7. Dezember 1943 in Tegernsee.

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