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Windows Live® Suchergebnisse MimikEnzyklopädieartikel
Mimik (von griechisch mimos: Schauspieler), zusammenfassender Begriff für das Mienenspiel als Ausdruck für Gefühle, Stimmungen oder Wünsche. Die Mimik gehört neben der Gestik zu den Ausdrucksformen der nonverbalen Kommunikation. Gerade weil mimische Ausdrucksbewegungen häufig unwillkürlich ablaufen, lassen sie sich besonders gut deuten. Obwohl die Sprache das primäre Mittel der direkten zwischenmenschlichen Kommunikation darstellt, ist der Mensch mit einer so ausdrucksstarken Mimik ausgestattet, wie sie sich im Tierreich nirgends findet. Viele mimische Muster sind kulturunabhängig und – im Gegensatz zu Gesten – über Kulturgrenzen hinweg nahezu identisch. Zahlreiche kulturvergleichende Studien haben den Nachweis erbracht, dass die menschliche Mimik auf biologischer Basis produziert und auch verstanden wird. Irenäus Eibl-Eibesfeldt hat darüber hinaus experimentell nachgewiesen, dass die Mimik taubblind geborener Kinder Gefühle in derselben Weise signalisiert wie das Mienenspiel sehender Kinder. Weitestgehende interindividuelle und kulturübergreifende Übereinstimmung besteht hinsichtlich des mimischen Ausdrucksverhaltens bei Freude, Trauer, Wut, Ekel, Überraschung und Angst. Grundformen der Mimik sind etwa das Lächeln, das Weinen, das Zusammenziehen der Augenbrauen als Ausdruck der skeptischen Ablehnung sowie das Naserümpfen. Auch der Ekel lässt sich leicht am Gesichtsausdruck ablesen. Dass Menschen in schwierigen Situationen häufig grinsen und dabei die obere Zahnreihe freilegen, hat seine Entsprechung im Tierreich. Das Grinsen ist eine Kombination aus Furcht, leichter Drohung und leichter Unterwerfung. Es unterscheidet sich deutlich vom Lächeln, das als defensive Entschuldigung einen freundlichen Appell darstellt.
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