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  • Die Minangkabau

    In Westsumatra lebt das größte matriarchale Volk. ... Die Minangkabau. Dieses Volk aus Sumatra hat bis heute das "Adat", ihr matriarchales Stammesgesetz, bewahrt.

  • MatriWiki: Die Minangkabau

    Dieses Volk aus Sumatra hat bis heute das "Adat ? ", ihr matriarchales Stammesgesetz, bewahrt. Insgesamt über drei Millionen Menschen leben noch nach diesem uralten Gesetz.

  • Amazon.de: Die Minangkabau

    Change and Continuity in Minangkabau: Local, Regional and Historical Perspectives on West Sumatra (Monographs in International Studies) von Lynn L.

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Minangkabau

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Häuser der MinangkabauHäuser der Minangkabau

Minangkabau (indonesisch menang: siegen; kerbau: Büffel; etwa „Büffelbezwinger”), in den westlichen Küsten- und den zentralen Bergregionen der zur Republik Indonesien gehörenden Insel Sumatra ansässige Ethnie mit etwa fünf Millionen Angehörigen. Die Minangkabau, die sich selbst Orang Padang nennen, sind sprachlich eng mit den Malaien verwandt und bekennen sich zum Islam. Ihre Wirtschaft basiert vornehmlich auf der Landwirtschaft, wobei auf terrassierten Feldern Reis, Obst und Gemüse aber auch Gewürze angebaut werden. Bekannt sind zudem die songkat-Webereien, bei denen Goldfäden in die Stoffe eingewebt werden, sowie die Erzeugnisse des Holz- und Metallhandwerks. Die Dächer der traditionellen Minangkabau-Häuser sind in der Form von Büffelhörnern gestaltet; die Hauswände weisen häufig reiche Verzierungen durch bunte Holzschnitzereien auf.

Grundlegende sozio-ökonomische Einheit der matrilinear organisierten Minangkabau ist der aus Mitgliedern von drei bis vier Generationen bestehende Haushalt, dessen Angehörige in einem großen, gemeinsamen Sippenhaus leben. Da die Heiratsregelung matrilokal ist, besitzen die Ehemänner der Frauen nur Gastrecht. Die Bewohner eines Sippenhauses sind in der Regel Nachkommen einer gemeinsamen Urgroßmutter und werden als Verwandtschaftsverband sabuah parui („aus einem Mutterleib”) genannt. Mehrere dieser Verwandtschaftsverbände bilden einen größeren, kampueng genannten, exogamen genealogischen Verband (Matri-Clan).

Die Islamisierung der Minangkabau begann im 16. Jahrhundert, im 19. Jahrhundert führten Versuche orthodoxer muslimischer Kräfte, das islamische Recht durchzusetzen, zu einem Bürgerkrieg (1803-1833/38), in dem sich die Anhänger der traditionellen matrilinearen Organisation behaupten konnten. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die traditionelle matrilineare Sozialordnung der Minangkabau geschwächt worden. Im Zuge einer durch die zunehmende Emanzipation der Männer verstärkten Auswanderungsbewegung gründen die emigrierenden jungen Männer häufig zusammen mit ihrer Frau und den gemeinsamen Kindern eigene Haushalte. Allein in der indonesischen Hauptstadt Jakarta haben sich mehr als 500 000 Minangkabau angesiedelt, und die in Indonesien beinahe überall anzutreffenden Padang-Restaurants sind ein weiterer Beleg für diese neuere Tendenz der Auswanderung aus dem Stammland.

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