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Molasse

Enzyklopädieartikel

Molasse, Bezeichnung für Sedimente an den Innen- und Randsenken von Gebirgen. Die Mächtigkeit dieser Sedimente kann zum Teil mehrere tausend Meter erreichen. Der Begriff Molasse wird vor allem für die Ablagerungen verwendet, die während des Tertiärs im Alpenvorland angelegt wurden. Nach Osten schließt sich an das bayerische Molassebecken das Wiener Becken, nach Westen das Schweizerische Molassebecken an. Im Tertiär, vor allem während des Oligozäns, des Miozäns und des Pliozäns (etwa von 38 Millionen Jahren bis rund 5,1 Millionen Jahre vor heute) existierte vor den Alpen ein so genannter Molassetrog, der im Alpenvorland ein Meer bildete. Entsprechend der Sedimentationsbedingungen kann eine Meeres-, Süßwasser- und Brackwassermolasse unterschieden werden. Diese Einteilung kann noch einmal in Untere Meeresmolasse, Untere Süßwassermolasse, Obere Meeresmolasse und Obere Süßwassermolasse gegliedert werden. Zu den Sedimenten gehören u. a. Nagelfluh und Sandstein. In die Sedimentationsschichten können u. a. Pechkohle (z. B. in der Umgebung südlich von München), Erdöl (im Wiener Becken) und Erdgas eingebettet sein.

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