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Windows Live® Suchergebnisse Wilhelm MoltererEnzyklopädieartikel
Wilhelm Molterer (*1955), österreichischer Politiker (ÖVP), ÖVP-Klubobmann im Nationalrat (2003-2007), Bundesparteiobmann der ÖVP (seit 2007), Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft (1994-2003) sowie Vizekanzler und Finanzminister der Republik Österreich (seit 2007). Wilhelm Molterer wurde am 14. Mai 1955 in Steyr geboren. Ab 1974 studierte er Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Linz. Anschließend arbeitete er u. a. als Assistent in der agrarpolitischen Abteilung der Linzer Universität (bis 1981), als wirtschaftspolitischer Referent im Österreichischen Bauernbund (1981-1984), als Sekretär im Ministerbüro von Landwirtschaftsminister Riegler (1987-1989) sowie kurzzeitig als Leiter des Ministerbüros von Landwirtschaftsminister Fischler (1989), ehe er vier Jahre lang das Amt des Direktors des Österreichischen Bauernbundes innehatte (1989-1993). Bereits seit 1985 saß Molterer für die ÖVP im Gemeinderat von Sierning, war von 1989 bis 1993 ihr agrarpolitischer Sprecher und von 1993 bis 1994 Generalsekretär der Partei. Seit 1993 gehört er dem Landesparteivorstand Oberösterreich und zugleich dem Bundesparteivorstand an: 1995 wurde er stellvertretender Bundesparteiobmann. 1990 zog Wilhelm Molterer erstmals in den Nationalrat ein und amtierte ab 1994 als Landwirtschaftsminister, zunächst in der SPÖ/ÖVP-Regierung unter Franz Vranitzky bzw. Viktor Klima, ab 2000 in der ÖVP/FPÖ-Koalition unter Wolfgang Schüssel. Mit der Bildung der zweiten ÖVP/FPÖ-Regierung unter Wolfgang Schüssel im Februar 2003 schied Molterer aus dem Amt. In der Folge war er bis zum Ende der Legislaturperiode Klubobmann seiner Partei im Nationalrat; nach den Nationalratswahlen im Oktober 2006, bei denen die ÖVP nur knapp von der SPÖ auf den zweiten Platz verwiesen wurde, behielt er das Amt geschäftsführend bei. In den auf die Nationalratswahlen folgenden Koalitionsverhandlungen der SPÖ mit der ÖVP – eine andere mehrheitsfähige Koalition ließ das Wahlergebnis nicht zu – spielte Molterer neben Schüssel eine wichtige Rolle, und als Schüssel nach Abschluss der Verhandlungen sowohl auf das Vizekanzleramt als auch auf den Parteivorsitz verzichtete, übernahm Molterer beide Positionen: Am 11. Januar 2007 wurde er als Vizekanzler und Finanzminister der neuen SPÖ/ÖVP-Regierung unter Alfred Gusenbauer vereidigt, zugleich trat er – bis zu seiner Wahl durch den Parteitag im April 2007 vorerst geschäftsführend – das Amt des ÖVP-Vorsitzenden an.
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