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Windows Live® Suchergebnisse MonodramaEnzyklopädieartikel
Monodrama, in der Literatur Bezeichnung für ein Drama mit nur einem Schauspieler. Monodramen im weitesten Sinn waren bereits die ersten griechischen Tragödien, sofern diese sich nämlich durch die Wechselrede zwischen Chor und nur einem Schauspieler konstituierten. Im engeren Sinn meint der Begriff jedoch eine Form des kurzen Sprechdramas, dessen Anfänge im 18. Jahrhundert liegen; aus dieser Zeit stammt auch der Terminus selbst. Das Monodrama bestand zunächst aus einem sentimentalen oder lyrischen Monolog, der oft von Instrumentalmusik begleitet war und dann eine Art Melodrama darstellte. Wegweisend auch für deutsche Monodramen, etwa für Johann Christian Brandes’ Ariadne auf Naxos (1777) und für Johann Wolfgang von Goethes Proserpina (1787), wurde die „scène lyrique” Pygmalion (1762) von Jean-Jacques Rousseau. In der Moderne bezieht sich der Begriff allgemein auf monologische Einpersonenstücke. Dazu gehören auch Stücke, in denen eine technisch übermittelte zweite Stimme eingesetzt wird, etwa über ein Tonband wie in Samuel Becketts Krapp’s Last Tape (1958; Das letzte Band), sowie solche, in denen Nebenfiguren auftreten, mit denen der Sprecher keinen echten Dialog führt, wie in Thomas Bernhards Der Präsident (1976).
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