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Windows Live® Suchergebnisse Morphologie (Biologie)Enzyklopädieartikel
Morphologie (Biologie), die Lehre vom Bau der Lebewesen, ihrer Gestalt und der Lage ihrer Organe. Es wird zwischen der Morphologie der äußeren Gestalt und der Morphologie der inneren Organe, der Anatomie, unterschieden. Im weiteren Sinn zählen zur Morphologie auch die Histologie, die Lehre vom Aufbau der Gewebe, und die Zytologie, die Lehre vom Feinbau der Zelle. Der Begriff Morphologie wurde 1795 von Johann Wolfgang von Goethe eingeführt und im Sinn vergleichender Morphologie gebraucht. Diese versucht aufgrund von Homologien, den Aufbau der Lebewesen auf gemeinsame Baupläne und damit auf einen gemeinsamen Ursprung zurückzuführen. Sie ist die Grundlage der Abstammungslehre und der Einordnung der Organismen in ein natürliches System. Hierhin gehört auch die vergleichende Embryologie, die durch Beschreibung der embryonal angelegten Organe Hinweise auf die Homologisierung von Organen geben kann: Nach der von Ernst Haeckel aufgestellten biogenetischen Grundregel wird in der Individualentwicklung (Embryonalentwicklung) die Stammesentwicklung nachvollzogen. Wichtige Grundlagen stammesgeschichtlicher Forschung wurden im 18. und 19. Jahrhundert vor allem in Museen und Instituten in Paris festgelegt; hier wurde die vergleichende Morphologie u. a. von den Naturforschern Jean Baptiste Lamarck, Étienne Geoffroy Saint-Hilaire und Georges Cuvier begründet. Die Funktionsmorphologie erforscht die Beziehungen zwischen Organen und ihrer Funktion, sie beschreibt vor allem Leistungen vor dem Hintergrund der von der Umwelt gestellten Anforderungen. Im Gegensatz zur vergleichenden Morphologie werden von der Funktionsmorphologie unabhängig voneinander entstandene (analoge) Strukturen untersucht.
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