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  • Nadelwald – Wikipedia

    Ein Nadelwald ist ein Wald , in dessen Baumschicht fast ausschließlich Nadelbäume zu finden sind. Natürliche Nadelwälder wachsen in der borealen Zone in kalten Klimaten als ...

  • Borealer Nadelwald – Wikipedia

    Der boreale Nadelwald , auch borealer Wald oder boreale Nadelwaldzone genannt, ist die am nördlichsten gelegene Vegetationszone der Erde, in der das Wachstum von Wäldern möglich ...

  • Nadelwald.at - coming soon

    letzte Änderung: September 2007, Besucher: 7196

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Nadelwald

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HaubenmeiseHaubenmeise

Nadelwald, Wald, der zu mindestens 80 Prozent aus Koniferen besteht.

Nadelwälder sind als natürliche, standortgerechte Pflanzengemeinschaften oder als vom Menschen geschaffene Ersatzgesellschaften zwischen den polaren Waldgrenzen weit verbreitet. Allein das natürliche Areal der nördlichen Nadelwaldzone mit den borealen Nadelwäldern umfasst nahezu 20 Millionen Quadratkilometer oder rund 13 Prozent der Festlandsfläche. Als Folge der über Jahrhunderte hinweg praktizierten Aufforstung mit standortfremden Nadelhölzern nehmen Nadelwälder heute aber auch in anderen, ursprünglich durch Mischwälder und Laubwälder gekennzeichneten Regionen große Gebiete ein. Der ursprüngliche Nadelholzanteil liegt z. B. in Deutschland bei rund 10 Prozent, im Lauf der Zeit ist er auf knapp zwei Drittel gewachsen.

Weitere Schwerpunkte ihrer Verbreitung weisen natürliche Nadelwälder nahe den klimatischen Trockengrenzen der Wälder sowie in der montanen Stufe vieler Gebirge auf. Beispiele sind die Pinienwälder in den Küstenebenen Südeuropas und die mediterran-montanen Zedernwälder. Eher zu den Ausnahmen gehören die Koniferen-Regenwälder Neuseelands und Feuchtwälder aus Nadelhölzern wie die Sumpfzypressenwälder Nordamerikas. Nadelwälder sind vor allem deshalb weit verbreitet, weil die immergrünen Nadelhölzer bei Wasser- und/oder Wärmemangel sowie einer kurzen Vegetationsperiode gegenüber den sommer- oder regengrünen Laubhölzern im Vorteil sind. Nadelbäume können die Transpiration stark einschränken und am Anfang der günstigen Jahreszeit sofort mit der Photosynthese beginnen, was bei gleichen klimatischen Bedingungen zu einer meist höheren Wuchsleistung als bei Laubbäumen führt. Am weltweiten Holzeinschlag haben Nadelwälder bzw. Nadelhölzer einen Anteil von etwa einem Drittel.

Die Artenvielfalt ist in Nadelwäldern deutlich geringer als in Laubwäldern. Während man in den fast ausschließlich aus Laubhölzern bestehenden immergrünen tropischen Regenwäldern mancherorts mehr als 250 Baumarten pro Hektar zählen kann, gibt es auf der Insel Neukaledonien, der Region mit der artenreichsten Nadelholzflora, insgesamt nur knapp 50 verschiedene Nadelhölzer. Im Allgemeinen umfasst das Artenspektrum des naturnahen Nadelwaldes etwa ein Dutzend Arten; die vom Menschen geschaffenen Nadelholzforste und -plantagen sind dagegen praktisch Monokulturen. Das geringe Artenspektrum macht Nadelwälder besonders anfällig für die rasche Ausbreitung von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten. Ungünstig ist ferner, dass die Nadelstreu, die sich unter den Bäumen ansammelt, häufig in extrem saure Humusformen umgewandelt und dadurch die Bodenversauerung beschleunigt wird.

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