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Windows Live® Suchergebnisse NebelwüsteEnzyklopädieartikel
Nebelwüste, meist schmaler Abschnitt einer Küstenwüste, wo sich unter dem Einfluss einer kalten Meeresströmung über einen Zeitraum von jährlich mindestens sechs Monaten hinweg Nebel und Hochnebel bildet. Weiter landeinwärts verschwinden die Nebelschwaden tagsüber meist durch die starke Sonneneinstrahlung oder werden von ablandigen Winden vertrieben. Nebelwüsten treten an den Westseiten einiger Kontinente in bestimmten Bereichen subtropischer Küsten auf. Markante Beispiele sind die Atacama nahe der Pazifikküste Südamerikas und die Namib nahe der Atlantikküste des südwestlichen Afrika. Die kalten Meeresströmungen, die in diesen Regionen zur Abkühlung der unteren Luftschichten sowie zu einer äußerst stabilen Schichtung der Luftmasse und damit zu nur schwacher Konvektion und Bildung von Regenwolken führen, sind der Humboldtstrom und der Benguelastrom. Die kalten Strömungen schaffen ein stabiles Kleinklima mit relativ hoher Luftfeuchte. Der Wasserdampf kondensiert unterhalb einer Inversion zu winzigen Nebeltröpfchen, fällt aber nicht als Niederschlag aus. Besonders gut sind Flechten und wurzellos auf dem Boden liegende Blütenpflanzen der Gattung Tillandsia an die Nebelwüsten angepasst. Die durch den nässenden Nebel der Pflanzenwelt zugeführten Wassermengen übertreffen in der Regel die Niederschlagsmengen um ein Vielfaches.
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