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Windows Live® Suchergebnisse Friede von NikolsburgEnzyklopädieartikel
Friede von Nikolsburg, Bezeichnung für zwei Friedensschlüsse bzw. Waffenstillstände: 1. Während des Dreißigjährigen Krieges verzichtete der Fürst von Siebenbürgen, Gabriel Bethlen von Iktár, der den aufständischen böhmischen Adel unterstützt hatte und 1620 zum König von Ungarn gewählt worden war, im Frieden von Nikolsburg vom 31. Dezember 1620 gegenüber Kaiser Ferdinand II. auf den ungarischen Königstitel. Dafür erhob ihn der Kaiser zum Reichsfürsten über die schlesischen Herzogtümer Oppeln und Ratibor und übertrug ihm mehrere ungarische Gebietsteile. 2. Mit dem Vorfrieden von Nikolsburg vom 26. Juli 1866, einem Waffenstillstand, beendeten Österreich und Preußen den Deutschen Krieg. Österreich anerkannte die Auflösung des Deutschen Bundes, verzichtete auf seine Ansprüche in Schleswig-Holstein und verpflichtete sich zur Zahlung einer Kriegsentschädigung in Höhe von 40 Millionen Talern an Preußen; außerdem musste Österreich Venetien an Italien abtreten. Während es Venetien an Italien verlor, blieb es von einer Gebietsabtretung an Preußen verschont. Die Bestimmungen gingen unverändert in den am 23. August 1866 geschlossenen Prager Frieden ein.
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