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Nisthilfen

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Nisthöhle aus HolzbetonNisthöhle aus Holzbeton

Nisthilfen, Nistgeräte, die für bestimmte Vogel-, Fledermaus- und Insektenarten in Gärten, Parkanlagen und Wäldern angebracht werden. Dabei handelt es sich zum Teil um Tierarten, die wie Fledermäuse in ihrem Bestand gefährdet sind. Da es in Gärten, Parks und Wäldern heute oftmals an alten Bäumen mangelt, gibt es wenig Unterschlupf- und Brutmöglichkeiten für diese Tiere.

Für Vögel kann man Nistkästen anbringen, die aus Holz oder dem haltbareren Holzbeton (einer Mischung aus Sägespänen und Zement) hergestellt werden. Diese sind für Höhlenbrüter wie Meisen vollständig geschlossen und haben nur auf der Vorderseite ein an die Körpergröße der jeweiligen Vogelart angepasstes Einflugloch. Für Eulen (Schleiereule, Steinkauz) werden spezielle Nistkästen bzw. Niströhren gebaut, die zum Teil durch Schutzeinrichtungen den Zugriff von Mardern und Katzen verhindern. Halbhöhlenbrüter wie der Hausrotschwanz oder Bachstelzen besiedeln offene Nistkästen, deren Vorderfront nur in Höhe des Nestes abgedeckt ist. Bewährt haben sich für diese Arten auch Brettchen, die man unter dem Dachüberstand anbringt.

Für die störungsempfindlichen Fledermäuse kann man in Wäldern und Parks spezielle Fledermauskästen anbieten. Die flachen, etwa 30 Zentimeter langen und sechs Zentimeter tiefen hölzeren Fledermauskästen haben auf der Unterseite einen schmalen Einflugschlitz. Bewährt haben sich für Fledermäuse auch Holzbetonhöhlen, die im Handel erhältlich sind. Wichtig ist, dass Fledermauskästen einen freien, nicht durch Zweige behinderten Anflug haben.

Für Insekten, vor allem für solitär lebende Hautflügler, deren Vielfalt in den letzten Jahren durch Umweltgifte und Mangel an Nistplätzen im Totholz oder in aufgelassenen Sandgruben drastisch zurückgegangen ist, können gebündelte, hohle Schilf-, Stroh- oder Holunderstängel als Brutröhren angeboten werden. Auch Holzstücke, in die verschieden dicke und lange Röhren gebohrt sind, werden von diesen Insekten besiedelt.

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