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Perseus (von Makedonien)

Enzyklopädieartikel

Perseus (von Makedonien), (um 212 bis 165 oder 162 v. Chr.), letzter König von Makedonien (179-168 v. Chr.), Sohn Philipps V.

In Fortsetzung der Politik seines Vaters suchte Perseus Makedonien aus der römischen Vorherrschaft zu lösen. Zwar hielt er alle nach der Niederlage im 2. Makedonischen Krieg gegenüber Rom eingegangenen Verpflichtungen ein und pflegte gute Beziehungen zu Rom; zugleich aber bemühte er sich auch um die (Wieder-)Herstellung guter Kontakte zu verschiedenen anderen Staaten in Griechenland und im Osten: Er selbst heiratete eine Tochter des Seleukiden-Herrschers Seleukos IV., seine Schwester verheiratete er mit König Prusias II. von Bithynien; zum Ätolischen und zum Achaiischen Bund baute er freundschaftliche Beziehungen auf; mit Böotien schloss er ein Bündnis, und in Thrakien konnte er seine Herrschaft wieder festigen.

Sowohl Perseus’ erfolgreiche Außenpolitik wie auch die aus der Luft gegriffene Anschuldigung des Königs Eumenes II. von Pergamon, Perseus rüste zu einem Krieg gegen Rom, veranlassten den römischen Senat 162 v. Chr., Perseus den Krieg zu erklären. In diesem 3. Makedonischen Krieg konnte Rom zwar die meisten Griechen auf seine Seite ziehen; dennoch gelang es Perseus, der kaum mehr Bundesgenossen, dafür aber ein starkes Heer hatte, sich lange Zeit nicht nur erfolgreich gegen Rom, sondern auch gegen Eumenes und gegen die Dardaner im Nordwesten zu verteidigen. Am 22. Juni 168 v. Chr. zwang der römische Feldherr Lucius Aemilius Paullus bei Pydna am Thermaischen Golf, südwestlich von Thessaloniki, Perseus zur Schlacht und schlug das makedonische Heer vernichtend. Perseus floh nach Samothrake, wurde dort gefangen genommen und 167 v. Chr. in Rom im Triumph vorgeführt. Perseus starb 265 oder 262 v. Chr. in Alba Fucens, westlich von Rom, in Gefangenschaft.

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