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Poikilothermie

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Poikilothermie (griechisch poikilos: mannigfaltig, abweichend; thermos: warm), Wechselwarmblütigkeit, die Eigenschaft von Organismen, ihre Körpertemperatur nicht oder nur wenig durch eigene Wärmeproduktion regulieren zu können. Im Gegensatz zu homoiothermen (warmblütigen, endothermen) Tieren schwankt die Stoffwechselleistung bei poikilothermen (ektothermen) Tieren mit der Außentemperatur. Dies trifft auf alle Tiere außer Vögel und Säugetiere zu.

Wärme kann entweder durch die Sonne (heliotherm) oder durch das umgebende Medium oder den Untergrund (thigmotherm) aufgenommen werden. So können Echsen ihre Körpertemperatur durch Sonnen aufheizen und diese Wärme eine gewisse Zeit speichern. Sehr kalte Gebiete können von ihnen jedoch nicht besiedelt werden.

Fische, die durch Kiemen atmen, sind aufgrund der starken Abkühlung durch die großen Oberflächen der Kiemen nicht in der Lage, endogene Wärme zu speichern. Nur wenige, wie Thunfische, können durch Muskelarbeit entstandene Wärme durch ein wärmetauschendes Blutgefäßsystem (das Rete mirabile oder Wundernetz) zurückgewinnen und so Körpertemperaturen bis zu 10 °C über der Außentemperatur erreichen. Sehr kleine gleichwarme Tiere, wie Kolibris und Spitzmäuse, zeigen Ansätze zur Poikilothermie, da sie während der Nacht ihre Körpertemperatur stark reduzieren (Heterothermie).

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