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  • Polyvinylchlorid – Wikipedia

    Polyvinylchlorid (Kurzzeichen PVC) ist ein amorpher thermoplastischer Kunststoff. Es ist hart und spröde, von weißer Farbe und wird erst durch Zugabe von Weichmachern und ...

  • Polyvinylchlorid

    Informationen zu Polyestern, für SchülerInnen und andere Interessierte. Epoxidharze Formaldehydharze Kunstseiden Viskose Celluloseacetat

  • Polyvinylchlorid (PVC)

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Polyvinylchlorid

Enzyklopädieartikel
Artikelgliederung
1

Einleitung

Polyvinylchlorid, chlorhaltiger Kunststoff. Polyvinylchlorid (abgekürzt PVC) besteht aus langen Ketten, die mehr als Tausend Bausteine vom Typ 8CH28CHCl8 enthalten. Die einzelnen Ketten sind kaum miteinander vernetzt und bilden sehr regelmäßige Strukturen aus. PVC wird durch radikalische Polymerisation (siehe Polymere) von Vinylchlorid (H2C9CHCl) in Suspension (siehe Kolloid) oder Emulsion hergestellt.

PVC ist ein schwer entflammbarer, in der Wärme verformbarer, den elektrischen Strom nicht leitender Kunststoff. Im reinen Zustand ist es durch seinen regelmäßigen Aufbau relativ hart („Hart-PVC”). Es wird deswegen für viele Anwendungen mit Weichmachern wie etwa den Phthalsäureestern gemischt („Weich-PVC”). Da es außerdem ziemlich empfindlich gegenüber Witterungseinflüssen ist, enthält es häufig noch UV-Stabilisatoren und Antioxidantien.

PVC ist wegen seiner gut einstellbaren mechanischen Eigenschaften und aufgrund der niedrigen Herstellungskosten ein weit verbreitetes Polymer. Insbesondere im Bausektor werden PVC-haltige Produkte verwendet wie z. B. Rohre oder Kabelummantelungen. Auch Schläuche, Folien, Teppiche, Fensterprofile oder Spielzeug werden aus PVC hergestellt.

2

Umweltproblematik

Der Anteil des PVCs an den weltweit produzierten Kunststoffen beträgt etwa ein Drittel. PVC ist damit der einzige Kunststoff, der jährlich im Millionen-Tonnen-Maßstab hergestellt wird und große Mengen eines Halogens enthält. Seine Verwendung ist u. a. wegen der häufig beobachteten negativen Auswirkungen chlororganischer Verbindungen auf die Biosphäre umstritten. Die besonders von Umweltorganisationen geäußerte Kritik bezieht sich einerseits auf die Folgen seiner Verwendung im Alltag, da PVC häufig große Mengen von Weichmachern enthält, die langfristig aus PVC-haltigem Material entweichen können. Den Weichmachern wird eine den Hormonen ähnliche Wirkung zugeschrieben. Andererseits kann es im Brandfall, z. B. in Gebäuden die PVC-haltige Bauteile enthalten, zur Entstehung giftiger chlorhaltiger organischer Verbindungen kommen. Schließlich ist auch die Entsorgung von PVC problematisch, da bei seiner kontrollierten Verbrennung Salzsäure (siehe Chlorwasserstoff) entsteht. Die Säure lässt sich wiederum nur durch einen hohen apparativen Aufwand aus den Verbrennungsabgasen waschen. Im sortenreinen Zustand ist PVC zum Recycling geeignet.

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