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Public Enemy

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Public EnemyPublic Enemy

Public Enemy, amerikanische Rap-Gruppe. Die Band gilt als einflussreichste Rap-Formation der späten achtziger und frühen neunziger Jahre.

Public Enemy wurden 1982 von dem Radio-DJ Chuck D. (eigentlich Carlton Ridenhour, *1960) auf Long Island (New York) gegründet. Die weiteren Mitglieder des Quartetts wurden die Sänger Flavor Flav (eigentlich William Drayton, *1959), DJ Terminator X (eigentlich Norman Lee Rogers, *1966) und Professor Griff (eigentlich Richard Griffin, *1960). Stilistisch orientierten sich Public Enemy an Grandmaster Flash & The Furious Five sowie an Ice T. Ihr Debütalbum, das bereits den intensiven, fast brutalen Hardcore-Hip-Hop in der Sprache der schwarzen Ghettostraßenkinder der späteren Erfolgsalben enthielt, veröffentlichte die Band unter dem Titel Yo! Bum Rush the Show (1987).

Public Enemy galten seit den achtziger Jahren als eine der politisch radikalsten Gruppierungen der Rap-Szene; Leadrapper Chuck D. bezeichnet sich als „lyrischer Terrorist”. Die Themen ihrer sozialkritischen Texte sind die Lebensverhältnisse in den schwarzen Ghettos und der Hass auf die weißen Unterdrücker; mit ihren rassistischen und antisemitischen Texten gerieten Public Enemy aber auch stark in die Kritik. Das Auftreten und die Bühnenshows sind stark von militaristischen Elementen geprägt, so tritt z. B. bei Konzerten stets eine eigene uniformierte „Schutztruppe” in Erscheinung: Auch wenn diese „Security for the First World” nur mit Spielzeugwaffen ausgestattet ist, so ist doch die Sympathie von Public Enemy für die Black-Panther-Bewegung zu erkennen. Das politische Selbstverständnis und das Engagement für die „Befreiung” der Schwarzen in den USA zeigt sich an den programmatischen Titeln ihrer folgenden, sehr erfolgreichen Alben: It Takes a Nation of Millions to Hold Us Back (1988) und Fear of a Black Planet (1990).

Das Album Apocalypse 91 … The Enemy Strikes Back (1991) markiert den Höhepunkt des Erfolgs der Band; die zugehörige Tournee bestritten Public Enemy als Vorgruppe von U2 auf deren gigantischer Zooropa-Welttournee. Anschließend geriet die Formation in eine Krise; die Bandmitglieder widmeten sich teilweise eigenen Projekten. Das nächste gemeinsame Album Muse Sick-N-Hour Mess Age (1994) wurde ein Misserfolg, und Public Enemy standen in einer Zeit, in der sich die Hip-Hop-Szene gewandelt hatte und nun unpolitischer, Reichtum und Luxus propagierender „Gangsta-Rap” den größten Erfolg versprach, vor der Auflösung. Mit dem Soundtrack zum gleichnamigen Film von Spike Lee He Got Game (1998) meldete sich die Band jedoch eindrucksvoll zurück. Es folgten die Alben There’s a Poison Going On (1999), Revolverlution (2002) und New Whirl Odor (2005), mit denen Public Enemy ihrem Stil eines harten, politisch kompromisslosen Raps vor einer kunstvoll zusammengestellten Klangkulisse treu blieben.

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