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    Als Reliefenergie, relatives Relief, bezeichnet man in der Geomorphologie den Höhen unterschied, der in einem bestimmten Gebiet pro Flächen einheit auftritt.

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Reliefenergie

Enzyklopädieartikel

Reliefenergie, Höhenunterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Punkt eines bestimmten Gebietes. Ursprünglich entsprach die Reliefenergie dem Mittelwert der Höhenunterschiede zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Punkt in einem natürlich oder künstlich abgegrenzten Gebiet. In der Geomorphologie wird sie heute als Differenzbetrag dieser Höhenangaben ausgewiesen. Bei großen Differenzbeträgen auf verhältnismäßig kleinem Raum spricht man von hoher Reliefenergie, z. B. bei erdgeschichtlich jungen Gebirgen in Bezug auf die Talsohlen oder auf das unmittelbare Gebirgsvorland (Alpen, Himalaya). In Gebieten mit hoher Reliefenergie ist die Erosionsleistung der Fließgewässer und Gletscher sehr hoch. Erdgeschichtlich alte Gebirge, die bereits weitgehend abgetragen sind, weisen keine so großen Höhendifferenzen zu ihren Tälern oder ihrem Umland aus, sie besitzen somit eine schwächere Reliefenergie (Harz, Appalachen). Bei stark verringerter Flächengröße kann die Reliefenergie auch mit dem Winkel der Hangneigung beschrieben werden.

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