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  • Georg Rollenhagen – Wikipedia

    Georg Rollenhagen (* 22. April 1542 in Bernau; † 20. Mai 1609 in Magdeburg) war ein deutscher Schriftsteller, Dramatiker, Pädagoge und Prediger.

  • Georg Rollenhagen

    Peil, Dietmar (1993): Georg Rollenhagen. In: Füssel, Stephan (Hrsg.), Deutsche Dichter der frühen Neuzeit (1450 - 1600). Ihr Leben und Werk. Schmidt:

  • Georg Rollenhagen – Wikiquote

    Bearbeiten] Georg Rollenhagen (1542-1609) deutscher Schriftsteller, Pädagoge und Prediger [Bearbeiten] Überprüft " Arbeit und Sparen macht reiche Knechte." - Wander-DSL I, 117 ...

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Georg Rollenhagen

Enzyklopädieartikel

Georg Rollenhagen (1542-1609), Dichter, Pädagoge und Prediger. Sein bedeutendstes Werk ist der etwa 20 000 Verse umfassende Froschmeuseler (1595), in dem die Wirren und Auseinandersetzungen der Reformationszeit beleuchtet werden.

Rollenhagen wurde am 22. April 1542 als Sohn eines Tuchmachers und Landwirtes in Bernau bei Berlin geboren. Nach dem Besuch der Gymnasien in Prenzlau und Magdeburg begann er 1560 seine humanistische Ausbildung an der Universität Wittenberg. Von 1563 bis 1565 war Rollenhagen Rektor an der Johannisschule in Halberstadt und ab 1567 Prorektor (ab 1575 Rektor) am Gymnasium in Magdeburg, das unter seiner Leitung zur bekanntesten protestantischen Unterrichtsanstalt in Deutschland wurde. Seit 1573 war er zudem als evangelischer Prediger tätig. Rollenhagen verfasste mehrere bürgerlich-moralistische Schuldramen mit biblischen Stoffen nach antiken Mustern, darunter Abraham (1569), Tobias (1576) und Vom reichen Manne und armen Lazaro (1590). Er starb am 20. Mai 1609 in Magdeburg.

Die Rahmenhandlung von Rollenhagens pazifistisch geprägtem Froschmeuseler (1595) basiert auf der antiken, aus etwa 300 Versen bestehenden Batrachomyomachia (Froschmäusekrieg); als Vorbild diente erklärtermaßen der Reinecke Fuchs. Im Froschmeuseler sind neben Fabeln, Exempeln, Sprichwörtern, Sagen und Märchen noch Zitate aus der Bibel und der naturwissenschaftlichen Fachliteratur versammelt, wodurch der lehrhafte Charakter des Werks deutlich wird. Die Bedeutung des umfangreichsten deutschen satirischen Tierepos wird ersichtlich aus den zahlreichen Editionen und Bearbeitungen, die ihm im Lauf der Jahrhunderte folgten. Joachim Heinrich Campe etwa schuf den Neuen Froschmäuseler (1796), außerdem entstanden vor allem im 19. Jahrhundert diverse Adaptionen der Kinder- und Jugendliteratur, so Der Froschmäusekrieg von Victor Blüthgen mit Illustrationen von Fedor Flinzer.

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