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Windows Live® Suchergebnisse Rudolf von EmsEnzyklopädieartikel
Rudolf von Ems (um 1200 bis 1250 oder 1254), höfischer Epiker. Er wird zum staufischen Literaturkreis im deutschen Südwesten gezählt. Seine Weltchronik (ab 1250) ist die älteste Geschichtsdarstellung der deutschen Literatur in deutscher Sprache. Der Alemanne Rudolf von Ems wurde in Hohenems geboren und war Ministeriale der Herren von Montfort; In der Werkchronologie folgen auf die legendenhaften Versepen Der Guote Gerhart (um 1215) und Barlaam und Josaphat die höfischen Ritterromane Alexander (um 1240) und Willehalm von Orlens (ca. 1235 bis 1240) sowie schließlich die im Auftrag des Stauferkönigs Konrad IV. ab 1250 verfasste und in mittelhochdeutschen Versen gereimte Weltchronik. Sie gehörte zu den meistverbreiteten Werken ihrer Zeit und diente, in Prosa übertragen, als Grundlage vieler Historienbibeln des Spätmittelalters. Überliefert wurde sie in zahlreichen, teilweise prachtvoll illuminierten Handschriften. Die Weltchronik ist höfische Literatur im Dienste des staufischen Legitimationsinteresses; der Stauferkönig erscheint als Nachfolger König Davids und behauptet so die imperiale Vorrangstellung gegenüber den Machtansprüchen von Fürsten, Gegenkönigen und Papst zur Mitte des 13. Jahrhunderts. Rudolf von Ems starb auf einem Italienfeldzug Konrads IV.
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