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Windows Live® Suchergebnisse SantanaEnzyklopädieartikel
Santana, amerikanische Rockgruppe um den mexikanischen Gitarristen Carlos Santana. Die Formation, die lateinamerikanische Traditionen mit Elementen westlicher Popmusik verbindet, verzeichnete Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre große Erfolge mit Welthits wie Black Magic Woman und Samba pa ti und gilt als Begründerin des so genannten Latin Rock. Santana entstand 1968 aus der zwei Jahre zuvor in San Francisco von Carlos Santana (*1947) gegründeten Santana Blues Band, die vor allem Songs von Ray Charles und B. B. King nachgespielt hatte. Gründungsmitglieder neben Carlos Santana waren der Keyboarder Gregg Rolie (*1947), der Bassist David Brown (*1947), der Schlagzeuger Michael Shrieve (*1949) sowie die Perkussionisten José „Chepitó” Areas (*1946) und Mike Carabello (*1947); hinzu kam eine unterschiedlich besetzte Rhythmussektion, die ausschließlich aus lateinamerikanischen Musikern bestand. Mit ihrem umjubelten Auftritt auf dem legendären Woodstock-Festival 1969, bei dem sie zur größten Entdeckung neben Joe Cocker wurde, begründete die Band mit einer neuartigen Mischung aus gitarrenlastigem Blues, Rock ’n’ Roll und afrokubanischer Polyrhythmik unter weitgehendem Verzicht auf Gesang den Stil des Latin Rock. Bereits das Debütalbum Santana (1969) verkaufte sich allein in den USA mehr als zwei Millionen Mal; die beiden folgenden Alben Abraxas (1970) und Santana III (1971) waren noch größere Verkaufserfolge. Die größten Hits dieser Zeit waren Black Magic Woman (1970), Evil Ways (1970) und Samba pa ti (1971). Gruppeninterne Differenzen führten 1972 zu einer fast vollständigen Neubesetzung; bis in die neunziger Jahre hinein wechselte Carlos Santana die Mitglieder seiner Band nun für nahezu jedes Album aus. 1973 nahm Carlos Santana zusammen mit John McLaughlin, der wie er ein Jünger des indischen Gurus Sri Chinmoy geworden war, eindrucksvolle Gitarrenduos für das Instrumentalalbum Love, Devotion & Surrender auf; ebenfalls von dem indischen Guru inspiriert war das zusammen mit der Harfenistin Alice Coltrane, Witwe von John Coltrane, eingespielte, spirituell angehauchte Illuminations (1974). Mit den folgenden LPs wie Amigos (1976), Festival (1976), Moonflower (1977), Inner Secrets (1978), Marathon (1979), The Swing of Delight (1980), Zebop! (1981), Shango (1982), Havanna Moon (1983), Beyond Appearances (1985), Freedom (1987), Spirits Dancing In The Flesh (1990) und Milagro (1992) kehrte Santana zum Latin Rock – teilweise erweitert durch Funk- und Jazzelemente – zurück, die Popularität der Band nahm jedoch stetig ab. Gleichwohl erhielt sich Santana den Nimbus einer Rockinstitution, auch aufgrund von Carlos Santanas Mitwirken bei Albumsessions anderer Blues-, Rock- und Jazzmusiker wie Herbie Hancock und John Lee Hooker. In den neunziger Jahren wurde Santanas Musik zunehmend vom Einfluss der Popmusik geprägt; Ballads (1994), Dance of the Rainbow Serpent (1995) und Light Dance (1995) zeugen von diesem Stilwechsel. Das Album Supernatural (1999) wurde ein sensationeller Erfolg; die mit neun Grammys (u. a. als „Album des Jahres”) ausgezeichnete CD enthält ausschließlich mit prominenten Gastmusikern wie Dave Matthews, Everlast, Rob Thomas (von Matchbox 20), Lauryn Hill, Wyclef Jean, Mana, Eagle-Eye Cherry und Eric Clapton eingespielte Songs. Nach diesem Erfolgsrezept entstanden auch die folgenden Alben Shaman (2002) u. a. mit Gastauftritten von Macy Gray, Dido, Nickelback-Frontman Chad Kroeger, Seal sowie Plácido Domingo und All That I Am (2005) u. a. mit Mary J. Blige, Michelle Branch, Aerosmith-Frontmann Steven Tyler und Metallica-Gitarrist Kirk Hammett.
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