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  • Dorothea Caroline Albertine von Schelling

    Dorothea Caroline Albertine von Schelling * 2. September 1763 in Göttingen, † 9. September 1809 in Maulbronn

  • SCHELLING, Friedrich Wilhelm (von) Joseph

    ... und wird nun enger Vertrauter Goethes, Schillers, der Schlegels, Dorothea Veits, der Tochter von ... J. von Schelling, Philosophie der Mythologie, 2 Bed. (Nachdruck der Ausgabe von ...

  • Dorothea Schlegel – Wikipedia

    Caroline Michaelis-Böhmer-Schlegel-Schelling, Dorothea Mendelssohn-Veit-Schlegel ... Literatur von und über Dorothea Schlegel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek [0 ...

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Dorothea von Schelling

Enzyklopädieartikel

Dorothea von Schelling, geborene Michaelis, auch Dorothea Caroline Albertine von Schlegel-Schelling, (1763-1809), deutsche Schriftstellerin. Ihr Jenaer Haushalt avancierte zum Zentrum der dortigen Frühromantik.

Schelling wurde am 2. September 1763 als Tochter des Orientalisten Johann David Michaelis (1717-1791) in Göttingen geboren und erhielt eine umfangreiche Privatbildung. Von 1784 bis zu dessen Tod 1788 war sie mit dem Clausthaler Bergarzt Johann Franz Wilhelm Böhmer verheiratet. Nach Göttingen zurückgekehrt, pflegte sie freundschaftlichen Umgang mit Gottfried August Bürger und August Wilhelm Schlegel. 1792 zog sie mit ihrer siebenjährigen Tochter Auguste nach Mainz zu ihrer Freundin Therese Huber, die mit dem Schriftsteller Georg Forster verheiratet war; in Mainz trat sie als begeisterte Republikanerin der Gesellschaft der Freunde der Freiheit und Gleichheit bei. Im Frühjahr 1793 wurde Schelling von preußischen Truppen gefangen genommen und in Kronberg im Taunus monatelang unter Arrest gestellt. In Lucka bei Leipzig brachte sie im November 1793 einen Sohn zur Welt, der aus einer flüchtigen Verbindung zu einem französischen Offizier entstammte und nach wenigen Monaten starb. Auch von Friedrich Schlegel umworben, heiratete sie 1796 dessen Bruder August Wilhelm, der zwei Jahre später in Jena Professor der Philologie wurde. Dort wurde ihr Haus zum Mittelpunkt der Frühromantik; es folgte bis 1801 eine produktive Zeit der Zusammenarbeit: So hatte Schelling maßgeblichen Anteil an August Wilhelm Schlegels philologischen Studien, arbeitete an seinen Aufsätzen, Rezensionen und Shakespeare-Übersetzungen mit und schrieb mit ihm Abhandlungen, die unter seinem Namen erschienen (Über Shakespeares Romeo und Julia, 1797; Die Gemälde, 1799); eigene Artikel entstanden für die Jenaische Allgemeine Literatur-Zeitung und das Athenaeum.

Der Tod ihrer Tochter im Jahr 1800 sowie Schlegels Vorlesungstätigkeit in Berlin führten zur Entfremdung zwischen den Eheleuten, 1803 erfolgte die Scheidung und Carolines Heirat mit dem Philosophen Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling, dem ehemaligen Verlobten ihrer Tochter. In den folgenden Jahren übersiedelte das Paar nach Würzburg und München, Schelling starb am 7. September 1809 in Maulbronn mit 46 Jahren an einem epidemischen Nervenfieber. Ihre geistreichen, in politischen, ästhetischen und privaten Dingen überaus aufschlußreichen Briefe (Begegnung mit Caroline. Briefe von Caroline Schlegel-Schelling, 1979, herausgegeben von Sigrid Damm) sind Dokumente eines exemplarischen Frauenlebens der Romantik.

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