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Schuppen

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FischschuppeFischschuppe

Schuppen, meist harte und schuppenförmige Bildungen der Oberfläche von Organismen. In der Botanik bezeichnet man flächenhaft ausgebildete Pflanzenhaare als Schuppen. Bei Insekten stellen Schuppen Bildungen der Cuticula dar. Es handelt sich dabei meist um abgeplattete Borsten oder modifizierte Haare. Bei Schmetterlingen sind fast alle Haare als Schuppen ausgebildet und dienen hier als Duftschuppen und der Farbgebung der Flügel. Die Farbe kann durch Pigmente, durch Interferenz-Erscheinungen nach der Reflexion des Lichtes (Schillerschuppen) oder durch den Tyndall-Effekt, nach Streuung des Lichtes an kleinen Teilchen, entstehen.

Die Schuppen der Fische sind Bildungen der Lederhaut, die oft noch von der Oberhaut bedeckt sind. Es lassen sich je nach Fischgruppe verschiedene Typen von Schuppen unterscheiden: Zahnschuppen (Plakoidschuppen), Schmelzschuppen (Ganoidschuppen), Rundschuppen (Cycloidschuppen) und Kammschuppen (Ctenoidschuppen). Zahnschuppen sind typisch für Knorpelfische wie Haie und Rochen. Sie sind ähnlich aufgebaut wie die Zähne der Wirbeltiere und diesen wahrscheinlich homolog. Sie bestehen aus einer Basalplatte mit einem die Epidermis durchstoßendem zahnartigem Gebilde. Schmelzschuppen kommen nur bei den altertümlichen Strahlenflossern vor. Sie durchstoßen ebenfalls die Epidermis und besitzen eine dicke, aufgelagerte so genannte Ganoinschicht (eine Schmelzschicht). Die Rund- und Kammschuppen der Eigentlichen Knochenfische bestehen nur noch aus zwei dünnen Knochenschichten. Dabei kommen die Rundschuppen bei ursprünglicheren Gruppen der Knochenfische, wie Herings-, Karpfen- und Lachsartigen vor.

Die Schuppen der Fische dienen vor allem dem mechanischen Schutz. Die Zahnschuppen setzten daneben den Strömungswiderstand des Wassers herab, durch Schaffung einer laminaren (nicht turbulenten) Grenzschicht zwischen Körperoberfläche und Wasserkörper. Schuppen kommen auch bei Reptilien, an den Füßen der Vögel und bei manchen Säugetieren (z. B. dem Schuppentier) vor und bestehen hier meist aus abgestorbenen, verhornten Zellen.

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