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Windows Live® Suchergebnisse Georg SchweinfurthEnzyklopädieartikel
Georg Schweinfurth (1836-1925), deutscher Afrikaforscher, Ethnologe, Botaniker und Naturhistoriker. Georg August Schweinfurth wurde am 29. Dezember 1836 in Riga geboren. Nach dem Studium der Botanik in Heidelberg, München und Berlin (1856-1862) erwachte – vor allem durch die Begegnung mit dem Afrikaforscher Heinrich Barth – sein Interesse für die afrikanische Pflanzenwelt. Nach einer vorbereitenden Reise (1864-1866) an das Rote Meer und den Blauen Nil erhielt Schweinfurth 1868 von der Humboldtstiftung den Auftrag, vor allem botanische Studien im Bereich des Bahr el Ghazal (einem linken Nebenfluss des Weißen Nil) durchzuführen. Am 5. Januar 1869 startete er von Khartum aus seine Expedition. Er entdeckte den Uëlle und erforschte das Gebiet des Bahr el Ghazal. Dabei betrieb er sowohl botanische als auch zoologische, hydrographische und ethnologische Studien. Er besuchte die Völker der Mangbetu, der Nuer, der Aka und der Niam-Niam. 1871 kehrte er nach Ägypten zurück. 1872/73 unternahm er zusammen mit Gerhard Rohlfs eine Expedition in die Libysche Wüste, eine Randwüste der Sahara, 1875/76 zusammen mit Paul Güßfeld eine weitere in die Arabische Wüste, die Region zwischen dem Nil und dem Roten Meer. Schweinfurth gründete im Auftrag des Khediven das Ägyptische Institut und die Geographische Gesellschaft und leitete mehrere Jahre die Museen Kairos. Zu seinen wichtigsten Werken gehören Linguistische Ergebnisse der Reise nach Zentral-Afrika (1873), Im Herzen von Afrika (1874) und Artes Africanae (1875). 1984 erschien eine Neuauflage von Im Herzen von Afrika. Georg August Schweinfurth starb am 19. September 1925 in Berlin.
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