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Sir Ridley Scott (*1937), britischer Filmregisseur. Mit Alien (1979; Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt) und Blade Runner (1982; Der Blade Runner) schuf er stilbildende Sciencefictionfilme. Scott wurde am 30. November 1937 in South Shields (England) geboren. Er besuchte das College of Art in West Hartlepool und das Royal College of Art in London, ehe er Mitte der sechziger Jahre als Regisseur beim britischen Fernsehsender BBC tätig wurde. 1967 verließ er die BBC, um für die folgenden zehn Jahre als Werbefilmer zu arbeiten. Nach seinem Spielfilmerstling The Duelists (1977; Die Duellisten, mit Harvey Keitel und Keith Carradine) gelang ihm mit dem Sciencefictionfilm Alien (1979; Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt) ein Klassiker des Genres. In der Hauptrolle spielte Sigourney Weaver als Lieutenant Ellen Ripley, die als Einzige den Kampf einer Raumschiffbesatzung gegen ein äußerst aggressives Wesen überlebt. Der Film fand bis 1997 drei Fortsetzungen unter der Regie anderer Filmemacher. Blade Runner (1982; Der Blade Runner, mit Harrison Ford) wirkte ebenfalls stilbildend und etablierte Scott endgültig als Meister des visuell spektakulären Sciencefiction- und Fantasy-Films. Nach den kommerziell und künstlerisch relativ erfolglosen Filmen Legend (1985; Legende) und Someone to Watch over Me (1987; Der Mann im Hintergrund) meldete sich Scott 1989 mit dem aktionsreichen Polizeifilm Black Rain (mit Michael Douglas) erfolgreich zurück. In seinem feministischen Roadmovie Thelma and Louise (1991; Thelma & Louise), das kommerziell sehr erfolgreich war und zu einem Kultfilm avancierte, spielten Susan Sarandon, Geena Davis, Harvey Keitel und Brad Pitt. Mit 1492 – The Conquest of Paradise (1992; 1492 – Die Eroberung des Paradieses, mit Gérard Depardieu), einem Historienfilm über die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, konnte Scott nicht an die vorhergehenden Erfolge anschließen. Auch der Abenteuerfilm White Squall (1996; White Squall, mit Jeff Bridges) und der Militärfilm G. I. Jane (1997; Die Akte Jane, mit Demi Moore) erhielten schlechte Kritiken und setzten sich an den Kinokassen nicht durch. Mit Gladiator (2000; Gladiator, Hauptrolle Russell Crowe), einem effektvollen melodramatischen Sandalenfilm, der mit einem Oscar und einem Golden Globe als bester Film ausgezeichnet wurde, gelang Scott nach langer Durststrecke wieder ein Welterfolg. Auch Hannibal (2001; Hannibal), die Fortsetzung von Jonathan Demmes The Silence of the Lambs (1991; Das Schweigen der Lämmer) um den kannibalistischen Serienmörder Hannibal Lecter (erneut dargestellt von Anthony Hopkins), wurde zu einem Kassenschlager. Heftig diskutiert wurde Scotts nächstes Werk, der genretypische, klaustrophobische Kriegsfilm Black Hawk Down (2001; Black Hawk Down) über den missglückten Einsatz der UN-Friedenstruppe unter amerikanischer Führung in Somalia (1992 bis 1994), dessen Kinostart wegen der Terroranschläge vom 11. September 2001 für einige Monate verschoben worden war. Es folgten die Gaunerkomödie Matchstick Men (2003; Tricks, Hauptrolle Nicolas Cage), der opulent in Szene gesetzte Ritterfilm Kingdom of Heaven (2005; Königreich der Himmel) über den Fall des christlichen Königreiches Jerusalem an die Muslime im Jahr 1187 sowie – in erneuter Zusammenarbeit mit Schauspieler Russell Crowe – Good Year (2006; Ein gutes Jahr), die Verfilmung eines Romans von Bestsellerautor Peter Mayle. Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Scott wurde 2003 von Königin Elisabeth II. in den Adelsstand erhoben.
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