Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "SECAM-Verfahren", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Verwandte Elemente
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach SECAM-Verfahren

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

SECAM-Verfahren

Enzyklopädieartikel
Artikelgliederung
1

Einleitung

SECAM-Verfahren (Abkürzung für französisch Séquentiel Couleur à Mémoire), europäisches Farbfernsehsystem. Als französischer Fernsehstandard ist es außer in Frankreich u. a. in Monaco und Griechenland sowie in zahlreichen Ländern Afrikas und des Mittleren Ostens verbreitet. In modifizierter Form wird es als SECAM-Ost in den osteuropäischen Staaten angewendet.

Das SECAM-Verfahren wurde 1957 – zwei Jahre vor der Entwicklung des PAL-Verfahrens durch den deutschen Ingenieur Walter Bruch – von dem französischen Elektrotechniker Henry de France auf der Grundlage des 1954 in den USA eingeführten NTSC-Verfahrens entwickelt. Seit 1966 ist das SECAM-Verfahren in Frankreich offizielle Fernsehnorm.

2

Das SECAM-System

Im Unterschied zum NTSC- und zum PAL-Verfahren werden beim SECAM-Verfahren die beiden zur Farbinformation notwendigen Farbdifferenzsignale nicht simultan sondern sequentiell, also nacheinander von Zeile zu Zeile, übertragen. Statt der Doppelmodulation des Farbhilfsträgers – der Amplitudenmodulation für die Farbsättigung und der Phasenmodulation für den Farbton – wird eine einfache Frequenzmodulation vorgenommen. Da die Frequenzmodulation weniger störempfindlich ist, werden hierdurch die beim NTSC-Verfahren häufig auftretenden Phasenfehler bei der Übertragung der Farbdifferenzsignale und die daraus folgenden Farbtonänderungen im Empfang weitgehend vermieden. Damit trotz der aufeinander folgenden Übertragung der Signale alle drei Farben gleichzeitig dargestellt werden können, muss eine Zwischenspeicherung eines Signals erfolgen. Hierzu wird das Signal einer Zeile mit einer Verzögerungsleitung von 64 Mikrosekunden gespeichert, was der Dauer eines Zeilendurchlaufs entspricht, und gemeinsam mit dem Folgesignal frequenzmoduliert. In einer Matrix werden dann anschließend die Signale der Primärfarben Rot, Grün und Blau zusammen mit dem Helligkeitssignal (Luminanzsignal) zurückgewonnen.

Als wesentlicher Nachteil des SECAM-Verfahrens zeigt sich dessen Störempfindlichkeit bei größeren Entfernungen zum Sender. Darüber hinaus ist eine Umwandlung in PAL oder NTSC nur teilweise und unter Qualitätseinbußen möglich.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft