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    In der Geschichte der Menschheit hat es immer wieder Propheten und andere messianische Gestalten gegeben, die in Krisen- und Umbruchzeiten die Herrschaft erlangten und dem ...

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    Segmentäre Gesellschaften, eine von Émile Durkheim 1902 eingeführte und von Evans-Pritchard und Fortesübernommene Bezeichnung für Gesellschaften ohne.

  • Segmentäre Gesellschaft – Wikipedia

    Segmentäre Gesellschaft ist ein von Emile Durkheim 1893 in De la division du travail ... Studie über die Organisation höherer Gesellschaften, (De la division du travail social) ...

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Segmentäre Gesellschaften

Enzyklopädieartikel

Segmentäre Gesellschaften, eine von Émile Durkheim 1902 eingeführte und von Evans-Pritchard und Fortes übernommene Bezeichnung für Gesellschaften ohne zentrale politische Autoritäten, für deren soziopolitische Struktur unilineare Abstammungsgruppen (Lineages) bestimmend sind.

Eine segmentäre Gesellschaft besteht aus einer Anzahl von gleichartig strukturierten und politisch gleichrangigen Teilmengen (Segmenten), die sich über ein System von Lineages und deren interne Solidaritätsverpflichtungen organisieren. Diese Segmente können wiederum aus Subsegmenten verschiedener Größenordnung bestehen (z. B. Teil-Lineages oder Familien), neben diesen auf Verwandtschaft basierenden Segmenten bestehen auch auf religiös-kultischer oder territorialer Basis (Dörfer oder Lokaleinheiten aus mehreren Dörfern) gebildete Gruppen verschiedener Größenordnung. Ein Segment einer Gesamtgesellschaft gewinnt immer erst in der Abgrenzung und Opposition zu anderen Segmenten, z. B. bei Konflikten um Weideland, soziale Wirklichkeit, bildet jedoch keine Einheit per se. Das gleiche Prinzip gilt auch für Subsegmente auf verwandtschaftlicher oder territorialer (z. B. Lineages oder Dörfer) Basis. Die Zugehörigkeit zu einem Subsegment wie z. B. einer größeren territorialen Einheit aus mehreren Dörfern gewinnt erst dann an Bedeutung, wenn Grund besteht, sich von einer anderen territorialen Einheit der gleichen Größenordnung des gleichen Segments abzugrenzen oder ihr in Opposition gegenüberzustehen. Die Zugehörigkeit zu einem übergeordneten Segment wird dann wichtig, wenn dieses z. B. in Konflikt zu einem anderen Segment gleicher Größenordnung gerät. Durch dieses verschachtelte Strukturprinzip, das auf der weitgehenden Selbstregulierung von Konflikten und Kooperation zwischen Segmenten verschiedenster Größenordnung basiert, kann innerhalb der gesamtgesellschaftlichen Organisation auf eine permanente zentrale politische Institution verzichtet werden.

Berühmtes Beispiel einer segmentären Gesellschaft sind die von Evans-Pritchard ab den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts untersuchten Nuer.

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