Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Mack Sennett", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Mack Sennett

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Mack Sennett

Enzyklopädieartikel

Mack Sennett, eigentlich Mikall Sinnott, (1880-1960), amerikanischer Filmregisseur, -produzent und -schauspieler.

Sennett wurde am 17. Januar 1880 als Sohn irischer Einwanderer in Danville bei Richmond (Provinz Quebec, Kanada) geboren. Nach einer Tätigkeit als Eisenarbeiter kam er 1902 nach New York und begann nach einer gescheiterten Karriere als Sänger 1908 beim Biographs Studio in Manhattan als Darsteller beim Film. Hier lernte er den renommierten Regisseur D. W. Griffith kennen, in dessen Filmen er zwischen 1908 und 1911 Nebenrollen übernahm, u. a. in The Curtain Pole (1909), Griffiths einziger Komödie. Danach ermöglichte ihm der Ausfall eines Regisseurs per Zufall den Wechsel ins Regiefach. Mit der Unterstützung von Griffith gründete er 1912 das Keystone-Studio in Hollywood. Als Produzent ließ Sennett Slapstick-Komödien drehen, deren enormes Tempo ihr Markenzeichen wurde. Die Filme entstanden mit einem rudimentären Drehbuch und ließen so den Schauspielern großen Freiraum zu Improvisationen. Als typisches Beispiel für Sennetts Filme gelten die Keystone Kops, eine Serie um eine Truppe inkompetenter Polizisten. Mitarbeiter seines Studios waren u. a. Charlie Chaplin, den er 1913 entdeckt hatte, Gloria Swanson, Harold Lloyd, Harry Langdon, Fatty Arbuckle und Frank Capra.

Aufgrund des starren Schemas seiner Slapstick-Filme beendeten aber viele talentierte Schauspieler die Zusammenarbeit mit Sennett. Nachdem er 1917 die Keystone (seit 1915 Bestandteil der Triangle Studios) verlassen hatte, arbeitete er als Produzent bei der Paramount. Diese Tätigkeit übte er bis Mitte der dreißiger Jahre aus, u. a. produzierte er die frühen Filme von W. C. Fields. In den zwanziger und dreißiger Jahren konnte Sennett jedoch nicht mehr an die großen Erfolge seiner Anfangszeit anknüpfen, da er sein früheres Erfolgsrezept nicht aufgeben wollte. Seine Autobiographie King of Comedy erschien 1954. 1937 wurde Sennett mit einem Ehren-Oscar für seine Verdienste auf dem Gebiet der Filmkomödie ausgezeichnet. Er starb am 5. November 1960 in Los Angeles.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft