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Shareholder-Value

Enzyklopädieartikel

Shareholder-Value (englisch: Aktionärsvermögen, Aktionärsnutzen), auf die Wertsteigerung des Unternehmens ausgerichtetes Managementkonzept, das seit Beginn der neunziger Jahre verstärkt diskutiert wird. Danach haben sich die unternehmenspolitischen Entscheidungen vorrangig an der Maximierung des Aktionärsvermögens zu orientieren. Diese Notwendigkeit wird u. a. damit begründet, dass infolge der Globalisierung des Wettbewerbs der Produktionsfaktor Kapital immer wertvoller und immer härter umkämpft wird. Zur langfristigen Existenzsicherung eines Unternehmens ist es deshalb wichtig, für dessen Eigentümer einen Wert zu schaffen, der dieses Unternehmen auch für weitere Kapitalgeber attraktiv macht. Die unternehmenspolitischen Maßnahmen zur Gewinnsteigerung umfassen u. a. Steigerung der Produktivität, Investitionen in gewinnträchtige Unternehmungen sowie Begrenzung oder Aufgabe verlustreicher Unternehmensbereiche. Kritiker dieses auf die Maximierung des Aktionärsvermögens ausgerichteten Konzepts werfen diesem vor, es begünstige die Aktionäre zu Lasten anderer Unternehmensbeteiligter wie der Arbeitnehmer und entziehe sich der sozialen Verantwortung. Die Verfechter dieses Systems argumentieren dagegen, ohne dies durch fundierte Studien beweisen zu können, dass ein Unternehmen nur dann langfristig existieren und Arbeitsplätze sichern kann, wenn aufgrund der Profite für seine Eigentümer ein nachhaltiger Marktwert geschaffen wird.

Siehe auch Aktie; Gesellschaftsformen (Wirtschaft)

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