SpermaEnzyklopädieartikel
Sperma, Samenflüssigkeit mit Spermien, eine weißliche, schleimig-klebrige Absonderung der männlichen Geschlechtsdrüsen, die beim Menschen und bei den Wirbeltieren aus dem Nebenhoden, der Bläschendrüse und der Vorsteherdrüse gebildet wird (siehe Fortpflanzungsapparat). Während der Ejakulation werden beim Menschen etwa drei bis fünf Milliliter Sperma mit etwa 200 bis 300 Millionen Spermien durch die Muskelkontraktionen des in die Harnröhre (Harnsamenröhre) einmündenden Samenleiters ausgestoßen. Das Sperma enthält ferner Zellen aus den Drüsen und den Samenwegen sowie Fett- und Proteingranula. Es ist schwach alkalisch (pH-Wert 7,2) und bildet damit einen Schutz gegen das saure Scheidenmilieu (pH 4), in dem sonst die Spermien bewegungsunfähig würden. Spermien sind bewegliche, männliche reife Geschlechtszellen, die im keimbildenden Epithel der Hodenkanälchen entstehen. 20 Prozent der Spermien des normalen Ejakulats sind unreif und unbeweglich. Ein menschliches Spermium ist etwa 60 Mikrometer lang und besteht aus Kopf, Mittelstück und Schwanz. Im Kopf befindet sich die eigentliche Samenzelle mit einem zur Hälfte reduzierten Chromosomensatz. Das Spermium ist also eine haploide Zelle.
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