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    Die Sprachtypologie ist ein System (eigentlich mehrere solcher Systeme) zur Klassifizierung von Sprachen anhand grammatischer Merkmale. Die typologische Klassifikation ...

  • Sprachtypologie

    BA-Modul 04-006-1008: Sprachtypologie. Vorlesung: B. Bickel, Freitag 11:00 ( s.t! ) - 12:30 und 13:15 - 14:45, Hörsaal Beethovenstrasse. Tutorien: Mi. 11.00 - 13.00 Uhr , SR 1-07 ...

  • Sprachtypologie - Wiktionary, das freie Wörterbuch – Das ...

    Silbentrennung: Sprach·ty·po·lo·gie, kein Plural. Aussprache: Hörbeispiele : —, Plural: — IPA : ['ʃpʀaːxtypologiː] Bedeutungen: [1] Linguistik

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Sprachtypologie

Enzyklopädieartikel

Sprachtypologie, Klassifikation von Sprachen aufgrund struktureller Kriterien. Man unterscheidet: Sprachtypologie 1. als Klassifikation morphologischer Typen, 2. als Klassifikation in Anlehnung an Wortstellungsregeln, 3. als Klassifikation struktureller Typen. Man geht davon aus, dass eine Sprache zu einem bestimmten morphologischen Typ gehört. Sprachtypologie besteht dann in der Definition von Typen und der Zuordnung der Sprachen zu einem dieser Typen.

Nach morphologischen Kriterien werden folgende Typen unterschieden:

  • 1. isolierend: Sprachtyp, in dem die Wörter unveränderlich sind, d. h. keine Modifikation morphologischer Art erfolgt. Grammatische Beziehungen werden durch selbständige Wörter mit grammatischen Bedeutungen und durch Wortstellungsregulationen ausgedrückt (z. B. Chinesisch).
  • 2. flektierend: Sprachtyp, der durch die enge, oft zu einer Verschmelzung führenden Verbindung zwischen Wortstamm und Affix gekennzeichnet ist (z. B. Lateinisch). Das Affix kann dabei mehrere grammatische Bedeutungen zugleich tragen.
  • 3. agglutinierend: Sprachtyp, der durch die Ankettung von Affixen an den Wortstamm gekennzeichnet ist. Im Gegensatz zu flektierenden Sprachen sind agglutinierende leicht zu segmentieren, d. h., Wortstamm und Affixe haben klar erkennbare Formen und tragen jeweils nur eine grammatische Bedeutung (z. B. Türkisch).
  • 4. inkorporierend (auch polysynthetisch): Sprachtyp, der durch eine hohe Komplexität der Morphologie gekennzeichnet ist. Dies bezieht sich vor allem auf die Fähigkeit vieler Indianersprachen, Subjekt- bzw. Objektverhältnisse im Verb ausdrücken zu können (z. B. Aztekisch).

Nach den Wortstellungsregeln werden folgende Typen unterschieden: Sprachen werden hier nach ihrer bevorzugten Anordnung bestimmter Wörter (z. B. Adjektiv – Nomen; Genitiv – Nomen; Objekt – Verb) und den sich daraus ergebenden logisch möglichen Kombinationen klassifiziert. Wenn sich dabei herausstellt, dass nicht alle möglichen Kombinationen gleichmäßig von den Sprachen der Welt benutzt werden, einige Möglichkeiten vielleicht überhaupt nicht vorkommen, erhält man einen für die Universalienforschung relevanten Befund.

Man unterscheidet: absolute unbedingte Universalien (z. B. „Alle Sprachen haben Vokale”), absolut implizite Universalien (z. B. „Wenn eine Sprache die Wortfolge Verb–Subjekt–Objekt aufweist, dann hat sie Präpositionen, keine Postpositionen”), statistisch unbedingte Universalien (z. B. „In nahezu allen Sprachen steht im Aussagesatz das Subjekt vor dem Objekt”) und statistisch implizite Universalien („Wenn eine Sprache über P verfügt, hat sie mit mehr als Durchschnittswahrscheinlichkeit auch Q; Mit wesentlich mehr als Durchschnittswahrscheinlichkeit haben Sprachen mit der Anordnung Subjekt–Objekt–Verb Postpositionen und keine Präpositionen”).

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