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Preston Sturges

Enzyklopädieartikel

Preston Sturges, eigentlich Edmond Preston Biden, (1898-1959), amerikanischer Regisseur und Drehbuchautor; in der ersten Hälfte der vierziger Jahre der erfolgreichste Komödienregisseur des Hollywoodkinos. Sturges wurde am 29. August 1898 in Chicago geboren und erhielt seine schulische Ausbildung in Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Nach seiner Teilnahme am 1. Weltkrieg versuchte er sich, mit geringem Erfolg, als Erfinder. Gegen Ende der zwanziger Jahre feierte Preston Sturges erste Erfolge als Dramatiker am Broadway in New York (u. a. mit der Komödie Strictly Dishonorable). 1933 ging er nach Hollywood und wurde dort zu einem gefragten Autor intelligenter Drehbücher mit witzigen Dialogen. 1940 führte er in The Great McGinty (Der große McGinty) erstmals Regie; für das Drehbuch zu dieser bösartigen Satire auf das amerikanische „Politiktheater” wurde Sturges mit dem Oscar ausgezeichnet.

In den folgenden Jahren inszenierte er elf weitere Filme, für die er auch jeweils die Drehbücher schrieb. Zu den erfolgreichsten gehören Christmas in July (1940; Weihnachten im Juli), The Lady Eve (1941; Die Falschspielerin, mit Barbara Stanwyck), Sullivan’s Travels (1941; Sullivans Reisen), The Palm Beach Story (1942; Atemlos nach Florida mit Claudette Colbert), The Conquering Hero (1944; Heil dem siegreichen Helden) und The Miracle of Morgan’s Creek (1944; Sensation in Morgan’s Creek). Seine späten Regiearbeiten ernteten bei den Kritikern nur wenig Lob; letztmals führte er 1957 in Frankreich Regie in der Satire Les carnets du Major Thompson (Das Tagebuch des Mister Thompson). Preston Sturges starb am 6. August 1959 in New York.

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