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Substitutionsreaktion

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Elektrophile Substitution am AromatenElektrophile Substitution am Aromaten

Substitutionsreaktion (lateinisch substituere: ersetzen), Bezeichnung für eine chemische Reaktion, in der einzelne Atome oder ganze Atomgruppen durch andere Atome oder -gruppen ersetzt werden.

Substitutionsreaktionen sind in der organischen Chemie sehr häufig und werden nach ihrem Mechanismus unterteilt. Eine radikalische Substitution (SR) verläuft über Zwischenstufen, die ungepaarte Elektronen enthalten (siehe Radikal). Ein Beispiel hierfür ist die Chlorierung von Methan:

CH4 + Cl2 → CH3Cl + HCl

Nucleophile („kernsuchende”) Substitutionen (SN) sind solche, in denen die Reaktion durch negativ geladene Moleküle (Nucleophile), wie z. B. OH- oder Br- erfolgt. Man unterscheidet zwischen monomolekularen (SN1) und bimolekularen (SN2) Substitutionen. In SN1-Reaktionen wird durch Spalten einer Bindung zunächst eine dreigliedrige Zwischenstufe gebildet. Diese positiv geladene Zwischenstufe wird in einem zweiten Schritt vom Nucleophil angegriffen:

In SN2-Reaktionen findet die Ausbildung der neuen und die Spaltung der alten Bindung dagegen gleichzeitig in einem fünfgliedrigen Übergangszustand statt:
Der Unterschied zwischen den beiden Reaktionen ist, dass die SN1-Reaktion zu zwei verschiedenen Produkten führt, weil ihre dreigliedrige Zwischenstufe planar (eben) ist und von beiden Seiten aus angegriffen werden kann. In SN2-Reaktionen ist die Richtung des Angriffs dagegen immer gegenüber der gebrochenen Bindung und es entsteht nur ein Produkt.

Ein weiterer Reaktionstyp sind die elektrophilen Substitutionen (SE). In SE-Reaktionen greifen positiv geladene Spezies (Elektrophile = „elektronensuchende”, z. B. HSO3+) elektronenreiche Moleküle wie Aromaten an. Ein Beispiel hierfür ist die Sulfonierung von Benzol:

C6H6 + H2SO4 → C6H5SO3H + H2O

Nach welchem Mechanismus eine Substitutionsreaktion abläuft, kann durch Wahl der Ausgangsstoffe und Reaktionsbedingungen (Temperatur, Lösungsmittel) weitgehend gesteuert werden.

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