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Telekommunikation

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BrieftaubenBrieftauben
Artikelgliederung
1

Einleitung

Telekommunikation, im weitesten Sinn Austausch und Übermittlung von Informationen zwischen Kommunikationspartnern, die sich außerhalb ihrer Hör- und Sichtweite befinden. Im engeren Sinn bezeichnet Telekommunikation jede Art von Fernverständigung, bei der die Beteiligten über ein entsprechendes Medium miteinander kommunizieren. In den Anfängen der Nachrichtentechnik bedeutete dies die Übertragung von Sprache und Bewegtbildern mittels analoger Signale, während heute damit vor allem die Übertragung jeder Art von digitalen Daten über Übertragungsnetze gemeint ist. Zu den Übertragungsmedien der Telekommunikation gehören beispielsweise Telefon, Fernschreiber (siehe Bürosysteme), Funk, Fernsehen sowie Satelliten.

Die Bezeichnung Telekommunikation stammt von dem französischen Schriftsteller Edouard Estaunié, der diesen Begriff in seinem 1904 in Paris erschienenen Buch Tarif practique de Télécommunication electrique erstmals als zusammenfassenden Begriff für Telegraphie und Telefonie verwendete.

2

Erste Formen der Nachrichtenübermittlung

Die Nachrichtenübermittlung über große Distanzen findet seit Menschengedenken statt und ebenso lange hat man sich dabei geeigneter Hilfsmittel bedient. Die ältesten Formen waren der Einsatz von Kurieren, die zu Fuß, zu Pferd und später mit dem Wagen Nachrichten von einem Ort zum anderen übermittelten, sowie die Verwendung von Brieftauben. Eine schnellere Methode war bereits die Nachrichtenübermittlung über Rauch- und Feuerzeichen, wie sie beispielsweise in China, Ägypten und Griechenland üblich war. Ein bereits verfeinertes Medium war hierbei der Fackeltelegraph, bei dem Anzahl und Stellung der hoch gehaltenen Fackeln bestimmte Buchstaben symbolisierten. Dieses System der Lichtsignale wird, ebenso wie das der Flaggensignale bei Tag, heute noch auf Schiffen angewendet. Siehe auch Internationaler Signalcode

Ende des 18. Jahrhunderts entwarf der Franzose Claude Chappe einen optischen Telegraphen. Dieser so genannte Flügeltelegraph bestand aus einem Pfahl mit beweglichen Latten, die in 196 verschiedene, jeweils ein Zeichen oder einen Buchstaben symbolisierende Stellungen gebracht werden konnten. Zwischen Paris und Lille wurde eine Reihe solcher Apparate aufgestellt, bei denen jeweils ein Mann mit einem Fernglas stand, um die Stellungen eines übermittelnden Flügeltelegraphen zu verfolgen und mit den entsprechenden Positionen seines eigenen Apparates an den nächsten weiterzuleiten. Auf diese Weise konnte innerhalb einer Stunde eine Distanz von 300 Kilometern überbrückt werden. Um 1800 bestand bereits in weiten Teilen Europas und in Russland ein ganzes Netz derartiger Anlagen.

3

Der Beginn der Nachrichtentechnik – Telegraphie

Für die Weiterentwicklung der Nachrichtenübermittlung waren die zu Beginn des 19. Jahrhunderts gewonnenen genaueren Einblicke in Elektrizität und Magnetismus von entscheidender Bedeutung. Auf der Grundlage dieser Kenntnisse wurde nach Möglichkeiten geforscht, Informationen in elektrische Signale umzuwandeln, als solche weiterzuleiten und beim Empfänger wieder in Informationen zurückzuwandeln. Dies führte zur Entwicklung eines Systems, bei dem lange und kurze Stromstöße auf einem Papierstreifen sichtbar oder als akustisches Signal hörbar gemacht wurden. Den entscheidenden Durchbruch schaffte hierbei der 1837 konstruierte und 1844 verbesserte Schreibtelegraph des Amerikaners Samuel Finley Morse mit dem nach ihm benannten Morsecode. Technische Weiterentwicklungen ermöglichten in der Folgezeit, die Übertragung zu beschleunigen, mehrere Nachrichten gleichzeitig zu übermitteln und diese auch direkt lesbar auszudrucken. 1844 wurde zwischen Washington und Baltimore die erste Telegraphenverbindung eingerichtet, und Ende der fünfziger Jahre des 19. Jahrhunderts wurde die erste Kabelverbindung für die Telegraphie zwischen Nordamerika und Europa geschaffen.

4

Die Erfindung des Telefons

Neben der Entwicklung der Telegraphie suchte man gleichzeitig nach Möglichkeiten, mit Hilfe der Elektrizität auch Sprache zu übermitteln. Den Durchbruch schaffte hierbei der amerikanische Erfinder Alexander Graham Bell, der 1876 sein elektromagnetisches Telefon vorstellte und patentieren ließ. Bereits zwei Jahre später wurde in den USA die erste kommerzielle Telefonzentrale eingerichtet. Die zunächst überirdisch liegenden Kabel wurden schon bald unter die Erde verlegt, wobei die Abschwächung der Signale durch Verstärker ausgeglichen wurde. Auf geringe Entfernungen konnten auch bereits Unterseekabel verlegt werden, doch für transatlantische Telefonverbindungen reichte die Technik noch nicht aus.

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