Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse TerpeneEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Terpene, Sammelbezeichnung für Naturstoffe, die formell als Polymere des Isoprens aufgefasst werden können. Das Isopren (2-Methyl-1,3-butadien, C5H8) ist ein doppelt ungesättigter Kohlenwasserstoff, der in der Biosynthese der Terpene in Form von Isopentenylpyrophosphat („aktives Isopren”) als C5-Baustein verwendet wird.
Terpene kommen überwiegend in Pflanzen vor, aus deren Blüten, Blättern oder Früchten sie durch Wasserdampfdestillation in Form von etherischen Ölen gewonnen werden. In tierischen Organismen sind sie seltener und dienen hauptsächlich als Vorstufen für die Steroidsynthese. Die chemische Synthese der Terpene ist oft aufwendig und beginnt meist mit einem natürlichen Vertreter dieser Stoffklasse. Viele Terpene haben einen ausgeprägten Geruch und Geschmack und werden in der Duftstoff- oder Lebensmittelindustrie verwendet.
Ein Beispiel für einen acyclischen Monoterpenalkohol ist das Geraniol (C10H18O). Der Alkohol ist einer der Hauptbestandteile des Rosenöls und für dessen charakteristischen Duft verantwortlich. Geraniol wird daher als Riechstoff verwendet. Der entsprechende Aldehyd, das Citral, kommt im Zitronenöl vor und besitzt einen zitronenartigen Geruch. Ein bekannter monocyclischer Terpenalkohol ist das (-)-Menthol (C10H20O), das aus Pfefferminzöl gewonnen wird. Es hat den typischen Minzgeschmack und reizt außerdem die Kälterezeptoren auf der Haut, weswegen es z. B. Mundpflegemitteln zugesetzt wird.
Ein Vertreter der Sesquiterpene ist der acyclische Alkohol Farnesol (C15H26O), eine farblose Flüssigkeit, die wegen ihres „maiglöckchenartigen” Geruchs als Duftstoff eingesetzt wird. Ein bekanntes Diterpen ist das Vitamin A1 (C20H30O), das in Lebertran und Milch enthalten ist. Eine ganz ähnliche Struktur wie Vitamin A1 besitzt das β-Carotin (C40H56). Das Diterpen ist ein roter Feststoff, der z. B. aus Karotten (Möhren) gewonnen werden kann und in der Lebensmittelindustrie als Farbstoff verwendet wird. In der Natur sind die Carotinoide, d. h. dem β-Carotin ähnliche Stoffe, weit verbreitet. Sie besitzen eine große Anzahl konjugierter Doppelbindungen und sind daher im Allgemeinen farbige, lipophile Substanzen.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |