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Emma Thompson

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Emma Thompson und Kenneth BranaghEmma Thompson und Kenneth Branagh

Emma Thompson (*1959), britische Schauspielerin und Drehbuchautorin. Die mit zwei Oscars ausgezeichnete Darstellerin gilt als eine der besten Schauspielerinnen Englands.

Thompson wurde am 15. April 1959 als Tochter eines Schauspielerehepaares in London geboren. Schon während ihres Studiums der Literatur in Cambridge sammelte sie mit der Theatergruppe Footlights Bühnenerfahrung, die ihr einen Vertrag mit einer Londoner Schauspielagentur einbrachte. 1984 trat sie in dem Musical Me and My Girl auf und spielte in der Fernsehserie Tutti Frutti erstmals vor der Kamera. 1987 entwarf sie mit Thompson eine eigene Fernseh-Sitcom für die BBC, die allerdings floppte. Bei den Dreharbeiten zu der Serie Fortunes of War (1987) lernte sie den Schauspieler und Regisseur Kenneth Branagh kennen, mit dem sie von 1989 bis 1995 verheiratet war. Thompson trat seiner Schauspielgruppe Renaissance Theatre Company bei und wirkte außerdem in mehreren seiner Kinofilme mit, wodurch sie international bekannt wurde. So spielte sie an Branaghs Seite und unter seiner Regie in den gefeierten Shakespeare-Adaptionen Henry V. (1988/89; Henry V.) und Much Ado About Nothing (1993; Viel Lärm um Nichts) sowie in dem Melodram Dead Again (1991; Schatten der Vergangenheit) und dem Gesellschaftsdrama Peter’s Friends (1992; Peter’s Friends).

1993 wurde Thompson für ihre schauspielerische Leistung in James Ivorys Howards End (1992; Wiedersehen in Howards End) mit dem Oscar und dem Golden Globe Award ausgezeichnet. In der ersten Hälfte der neunziger Jahre, die als die erfolgreichste Zeit ihrer Karriere gilt, spielte sie außerdem neben Anthony Hopkins in James Ivorys Historienfilm The Remains of the Day (1993; Was vom Tage übrig blieb), neben Daniel Day-Lewis in Jim Sheridans IRA-Justizdrama In the Name of the Father (1994; Im Namen des Vaters) und gemeinsam mit Arnold Schwarzenegger und Danny DeVito in Ivan Reitmans harmloser Komödie Junior (1994; Junior), ihre erste Rolle in Hollywood. Für das Drehbuch zu Ang Lees Verfilmung des Jane-Austen-Romans Sense and Sensibility (1995; Sinn und Sinnlichkeit) erhielt Thompson 1996 ihren zweiten Oscar und ihren zweiten Golden Globe; in diesem Film übernahm sie auch die Hauptrolle.

Nach der Trennung von Branagh 1995 zog Thompson sich vorübergehend aus dem Filmgeschäft zurück. Seit 1998 übernimmt sie wieder Rollen in Kinoproduktionen, u. a. spielte sie neben John Travolta in Mike Nichols’ Politsatire Primary Colors (1998; Mit aller Macht), neben Antonio Banderas in Christopher Hamptons Drama über die argentinische Militärdiktatur Imagining Argentina (2003; Verschleppt) und in Richard Curtis’ Liebeskomödie Love … Actually (2003; Tatsächlich … Liebe). Nachdem sie in der Verfilmung des dritten Harry-Potter-Romans von Joanne K. Rowling Harry Potter and the Prisoner of Azkaban (2004; Harry Potter und der Gefangene von Askaban) in einer Nebenrolle mitgewirkt hatte, spielte sie in Kirk Jones’ Kinderfilm Nanny McPhee (2005; Eine zauberhafte Nanny), zu dem sie selbst das Drehbuch geschrieben hatte, die Hauptrolle.

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