Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse UxmalEnzyklopädieartikel
Uxmal, große Mayastadt der spätklassischen Epoche (etwa 750 bis 950 n. Chr.) im Nordwesten der Halbinsel Yucatán (Mexiko). Während im 9. Jahrhundert n. Chr. die großen Stadtstaaten im Süden des Mayagebietes untergingen, begann im Norden, auf der Halbinsel Yucatán, zwischen etwa 750 und 800 n. Chr. die Blütezeit neuer Städte, zu denen auch Uxmal gehörte. In der Puuc genannten Hügelregion im Westen Yucatáns entwickelten die Maya einen eigenständigen Kunst- und Architekturstil, der insbesondere durch einen reichen Fassadenschmuck der Gebäude gekennzeichnet ist. Dieser Puucstil weist zudem, vor allem in der Keramik und im Gebäudedekor, starke Bezüge zu den Kulturen der Golfküstenregion und des mexikanischen Hochlandes auf. Uxmal war die größte und prächtigste der Puucstädte und erlangte im 9. Jahrhundert n. Chr. überregionale Bedeutung. Doch setzte schon bald, gleichzeitig mit dem Aufstieg von Chichén Itzá und mitbedingt durch dessen kriegerische Expansion, ein Verfall der Puucstädte ein. Auch Uxmal wurde bereits kurz nach 900 von seinen Bewohnern verlassen. Geringfügige Funde toltekischer Keramik sind früher als Zeichen für eine Eroberung oder Wiederbesiedlung Uxmals durch die Tolteken interpretiert worden, die auch als Besatzungsmacht von Chichén Itzá angesehen wurden. Doch herrscht inzwischen die Meinung vor, dass die toltekischen Einflüsse auf die innovative und weltoffene Haltung der dortigen Maya zurückgehen, deren aristokratische Oberschicht sich zur Festigung ihrer Machtposition unterschiedlicher politischer und kultureller Ausdrucksformen bediente. 1996 wurde Uxmal in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |